Was ist Sabinen? Terpen, Formel, Siedewert

Definition
Sabinen ist der Name eines Terpens, also eines Bestandteils jener flüchtigen aromatischen Fraktion, die in Cannabis und in vielen weiteren Pflanzen vorkommt [1]. Die Summenformel lautet C10H16, die Molmasse liegt bei rund 136 g/mol. Der publizierte Siedewert beträgt etwa 163 °C bei Atmosphärendruck.
Zehn Kohlenstoffatome auf dem Weg in die Luft
Erst kommt die Physik, dann der Name. Sabinen ist ein kleines Molekül aus Kohlenstoff und Wasserstoff, und es bleibt nicht gern im Pflanzengewebe. Steigt die Temperatur, geht ein Teil davon in die Gasphase. Genau darum zählt der Stoff zu jener flüchtigen aromatischen Fraktion, die die Fachliteratur den Terpenen zuordnet [1]. Dieselbe Fraktion tritt in Cannabis auf und in zahlreichen weiteren Pflanzen [1]. Keine Besonderheit einer einzelnen Art also, sondern eine Stoffgruppe, die quer durch das Pflanzenreich verteilt ist. Für die Praxis heißt das: was verdampft, lässt sich auffangen, messen und benennen. Alles Weitere in diesem Eintrag folgt aus zwei Größen, einer Formel und einer Temperatur.
Was der Sammelname Terpene abdeckt
Terpene ist ein Gruppenname. Er bezeichnet keinen einzelnen Stoff, sondern den flüchtigen, aromatischen Anteil pflanzlicher Auszüge, so wie ihn die Übersichtsarbeit von Russo aus dem Jahr 2011 einordnet [1]. Sabinen steht in dieser Gruppe, nicht darüber und nicht daneben. Wer den Namen liest, weiß damit zunächst nur eines: chemische Familie geklärt, Menge offen.
Kennzahlen, die im Datenblatt stehen
C10H16 ohne weitere Elemente
Zehn Kohlenstoffatome, sechzehn Wasserstoffatome. Das ist die vollständige Formel. Kein Sauerstoff, kein Stickstoff, nichts sonst. Wer solche Schreibweisen gewohnt ist, liest daran zwei Dinge ab: die Größenordnung des Moleküls und die Tatsache, dass hier keine Alkoholgruppe im Spiel ist. Namen mit der Endung ol führen Sauerstoff in der Formel, bei Sabinen fehlt er. Über den Gehalt in einem konkreten Auszug steht in der Formel nichts. Sie beschreibt den Bauplan, nicht die Menge.
Die Molmasse rund um 136
Aus der Formel ergibt sich die zweite Kennzahl: rund 136 g/mol. Ein leichtes Molekül. Die Zahl passt zu der Beobachtung, dass solche Bestandteile die Gasphase früh erreichen. Publizierte Werte erscheinen meist gerundet, weil Atommassen selbst Mittelwerte sind. Für ein Prüfprotokoll ist die Molmasse eine Rechengröße, keine Qualitätsangabe.
163 Grad Celsius im Zusammenhang
Veröffentlicht ist ein Siedewert von etwa 163 °C, gültig bei Atmosphärendruck. Der Zusatz ist kein Beiwerk, sondern die halbe Angabe. Sinkt der Druck, sinkt der Siedepunkt, und Werte aus Destillationen unter Unterdruck liegen entsprechend tiefer. Deshalb notieren saubere Quellen die Bedingung direkt neben der Zahl. Dazu kommt: 163 ist ein Rundwert. Verschiedene Verzeichnisse führen für denselben Stoff leicht abweichende Temperaturen, je nach Messaufbau und Reinheit der Probe.
- Die Zahl gilt für gewöhnlichen Atmosphärendruck, nicht für Vakuumbedingungen.
- Etwa 163 °C ist eine gerundete Angabe, keine auf die Stelle festgelegte Konstante.
- Ein Siedewert sagt nichts darüber, wie viel Sabinen in einem bestimmten Auszug steckt.
- Längeres Erhitzen verschiebt die Zusammensetzung einer flüchtigen Fraktion, weil ihre Bestandteile unterschiedliche Siedewerte mitbringen.
- Bei der CO2 Extraktion sind Druck und Temperatur zwei getrennt eingestellte Größen der Anlage.
Was sich tabellarisch festhalten lässt
| Angabe | Eintrag | Lesart |
|---|---|---|
| Chemische Familie | Terpene | Gruppenname für die flüchtige, aromatische Fraktion pflanzlicher Auszüge [1] |
| Summenformel | C10H16 | Ausschließlich Kohlenstoff und Wasserstoff, keine Sauerstofffunktion im Molekül |
| Molmasse | rund 136 g/mol | Aus der Formel abgeleitete Rechengröße, in Quellen gerundet notiert |
| Siedewert | etwa 163 °C | Gültig bei Atmosphärendruck, tiefer bei verringertem Druck |
| Vorkommen | Cannabis sowie viele weitere Pflanzen | Keine artspezifische Substanz, sondern ein weit verteilter Bestandteil [1] |
| Fundstelle | Übersichtsarbeit von 2011 | Die einzige Quelle, auf die sich dieser Eintrag stützt [1] |
| Anteil im Extrakt | nicht beziffert | Aus Familie, Formel und Temperatur nicht ableitbar |
| Nachbarthema | Cannabinoide wie CBD und CBG | Andere Stoffklasse, eigene Zeile im Chargenbericht |
Eine Fundstelle aus dem Jahr 2011
Eine Hypothese und ihr Zuschnitt
Die Übersichtsarbeit von Russo aus dem Jahr 2011 trägt zusammen, was zu Terpenen und Cannabinoiden derselben Pflanze veröffentlicht war, und formuliert dazu eine Hypothese über ein Zusammenspiel beider Stoffklassen [1]. Hypothese ist dabei das entscheidende Wort. Eine Zusammenschau schlägt einen Zusammenhang vor. Sie liefert keinen am Menschen gemessenen Wert für einen einzelnen Terpennamen.
Was diese Quelle nicht beziffert
Zu Sabinen selbst bleibt der Bestand schmal. Chemische Familie, Formel, Molmasse, Siedewert: das ist der belegte Kern, und mehr steht hier nicht. Prozentangaben zu einzelnen Hanfauszügen fehlen. Das Endocannabinoid System gehört in ein anderes Kapitel, weil es sich um Cannabinoide dreht und nicht um Duftmoleküle. Wo eine Zeile leer bleibt, bleibt sie leer.
Der Reihe nach nachgelesen
- Zuerst die Familie: Sabinen zählt zu den Terpenen, dem Sammelbegriff für den flüchtigen aromatischen Anteil pflanzlicher Auszüge [1].
- Dann die Formel: C10H16, also zehn Kohlenstoff- und sechzehn Wasserstoffatome, ohne weitere Elemente.
- Aus dieser Formel folgt die Molmasse von rund 136 g/mol, in der Literatur gerundet geführt.
- Der publizierte Siedewert liegt bei etwa 163 °C und ist für Atmosphärendruck notiert.
- Beim Vorkommen steht Cannabis in derselben Liste wie viele andere Pflanzen, ohne Sonderstellung [1].
- Zur Menge geben Familie, Formel und Temperatur nichts her, weder für eine Sorte noch für eine Charge.
- Prüfbar ist dagegen der Cannabinoidgehalt einer Flasche, den ein unabhängiges Labor je Charge ausweist, etwa bei einem CBG Öl oder einem CBD Vollspektrum Öl aus unserem Sortiment.
- Offen bleibt, welchen Anteil ein einzelnes Terpen in einem bestimmten Auszug einnimmt. Dieser Eintrag wird fortgeschrieben, sobald dazu Zahlen veröffentlicht sind.
Häufig gestellte Fragen
4 FragenGehört Sabinen in dieselbe Stoffklasse wie CBD?
Was passiert mit dem Siedewert, wenn der Druck sinkt?
Warum kommt Sabinen nicht nur in Cannabis vor?
Steht Sabinen auf dem Etikett unserer Öle?
Über diesen Artikel
Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 29. August 2026
Literatur (1)
- [1]Russo, E.B. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. DOI: https://doi.org/10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
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