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So entsteht das CBD Oil 2.0 von Cibdol

Hanf bildet kein CBD, sondern Cannabidiolsäure. Erst Hitze macht daraus das Cannabinoid auf dem Etikett. Hier stehen die Pflanzenchemie, der CO2-Schritt und die Chargenzahlen hinter dem CBD Oil 2.0.

Vom Feld in die Flasche

  1. 01Handverlesener HanfDie Hanfpflanzen werden nach ihrem CBD-Gehalt ausgewählt und von Hand geerntet.
  2. 02Fünf AnbausortenStatt einer einzigen Sorte laufen fünf Anbausorten zusammen, damit CBD, CBN, CBG, CBC und CBDA von Natur aus in höheren Anteilen im Ausgangsmaterial liegen.
  3. 03ReinigungDas ausgewählte Pflanzenmaterial durchläuft ein hochwertiges Reinigungsverfahren.
  4. 04FiltrationHerausgefiltert werden THC, Wachse, Fette und Chlorophyll.
  5. 05Was erhalten bleibtTerpene und Flavonoide bleiben neben den Cannabinoiden im Extrakt, damit das Öl ein Vollspektrum-Profil trägt und kein reduziertes.
  6. 06Abstimmung auf das 2.0-ProfilDer Extrakt wird in einem Trägeröl auf ein festes Verhältnis standardisiert: CBD im angegebenen Prozentwert, dazu CBN, CBG, CBC und CBDA in gemessenen Anteilen.
  7. 07Unabhängige AnalyseJede Charge prüft ein unabhängiges Labor auf Cannabinoidgehalt und Reinheit. Ohne vorliegendes Zertifikat wird nichts freigegeben.
  8. 08Abfüllung und ChargennummerAbgefüllt wird mit Chargennummer auf dem Etikett, sodass sich das Zertifikat zur Flasche in Ihrer Hand jederzeit nachlesen lässt.
Prüfung

Was gemessen wird, und warum

Bericht zu Ihrer Charge finden

Was baut die Pflanze eigentlich auf?

Auf dem Feld wächst kein Cannabidiol. Die lebende Pflanze bildet Säuren, vor allem Cannabidiolsäure, kurz CBDA, die im fertigen Öl als deklarierter Bestandteil bleibt. Unsere Übersicht zu CBDA nimmt diese Säure für sich, wenn Sie den Stoff ohne Produktionsrahmen sehen möchten. Der Aufbau beginnt mit einem Ringschluss: Gagne (2012) identifizierte in Cannabis sativa die Olivetolsäure-Cyclase, das Enzym dahinter[1]. Dann hängt eine Hanf-Transferase eine Prenylkette an das Olivetolat, und Fellermeier (1998) berichtete, dass daraus Cannabigerolsäure entsteht, CBGA[2].

  • CBGA ist das Ausgangsmolekül, aus dem alle weiteren Cannabinoidsäuren hervorgehen.
  • Taura (1996) reinigte die Cannabidiolsäure-Synthase aus Cannabis sativa und beschrieb sie[3], sie führt zur Säureform hinter CBD.
  • Andere Enzymwege enden bei den Säureformen hinter THC und CBC, welcher überwiegt, entscheidet die Genetik der Sorte.

Decarboxylierung, der Hitzeschritt vor der Abfüllung

Der Säureform wird eine Kohlendioxid-Gruppe entzogen, zurück bleibt das neutrale Cannabinoid: aus CBDA wird CBD, aus CBGA wird CBG, aus CBCA wird CBC. Wang (2016) hat die Reaktion in Cannabis-Extrakten direkt gemessen und berichtete, dass Temperatur und Zeit bestimmen, wie vollständig sie abläuft[4]. Darin steckt das ganze Steuerungsproblem. Zu wenig Hitze, und Säuren bleiben Säuren. Zu viel, und der Punkt ist überschritten. Also festgelegte Temperatur, festgelegte Zeit, danach nachmessen. Wer die Reaktion für sich lesen will, findet sie auf unserer Seite zur Decarboxylierung.

Warum Kohlendioxid statt Lösungsmittel?

Oberhalb seines kritischen Punkts ist CO2 nicht mehr streng Gas und nicht streng Flüssigkeit. Es macht beides. Es zieht durch Pflanzenmaterial wie ein Gas und löst Verbindungen wie eine Flüssigkeit. Rovetto und Aieta (2017) haben Cannabinoide aus Cannabis sativa auf diesem Weg gewonnen und berichteten, dass Druck und Temperatur darüber entscheiden, was aus der Pflanze kommt[5]. Das Lösungsmittel ist damit einstellbar.

Der zweite Punkt ist schlichter: das CO2 geht von selbst. Druck runter, und es ist wieder Gas, im Extrakt bleibt also kein Restlösungsmittel. Übrig bleibt eine dicke Masse aus Cannabinoiden, Terpenen und Pflanzenwachsen, die anschließend raffiniert wird. Bei Alkohol oder Kohlenwasserstoffen ist die Entfernung nie eindeutig abgeschlossen. Druckbereiche und Anlagen stehen auf unserer Seite zur CO2-Extraktion, falls Sie das Verfahren technisch nachlesen wollen.

Standardisierung entscheidet über die Nachbestellung

Hanfextrakt schwankt von Ernte zu Ernte, weil Pflanzen das tun. Das CBD Oil 2.0 ist gegen diese Unterschiede gebaut: CBN, CBG, CBC und CBDA stehen in gemessenen, deklarierten Anteilen neben einem festen CBD-Gehalt. Das Cannabinoidprofil ist damit eine Vorgabe und nicht das Ergebnis einer Saison. Die Rezeptur entstand 2021 in der Schweiz und ist seitdem unverändert. Gefertigt wird in Schijndel nach ISO 22000 und GMP, und jede Charge geht durch ein unabhängiges Labor. Die Zahlen zur einzelnen Charge stehen auf unserer Seite mit den Analysezertifikaten, lesbar bevor das Siegel aufgeht.

Sechs Stärken, dieselbe Rezeptur

Sechs Stärken, von 5 % bis 40 %, alle in der gleichen 10-ml-Flasche mit Pipette. Der Prozentwert beschreibt die Konzentration. Verschieden ist allein der Träger: Hanfsamenöl bei den niedrigeren Stärken, MCT-Öl bei den höheren, je nachdem, wie viel Extrakt in 10 ml unterzubringen ist. Der Hanf kommt aus der EU, und die Sortenwahl ist die erste Vorgabe der Kette.

Quellen

  1. Gagne (2012). Proceedings of the National Academy of Sciences. doi: 10.1073/pnas.1200330109
  2. Fellermeier (1998). Federation of European Biochemical Societies Letters. doi: 10.1016/s0014-5793(98)00450-5
  3. Taura (1996). Journal of Biological Chemistry. doi: 10.1074/jbc.271.29.17411
  4. Wang (2016). Cannabis and Cannabinoid Research. doi: 10.1089/can.2016.0020
  5. Rovetto und Aieta (2017). Journal of Supercritical Fluids. doi: 10.1016/j.supflu.2017.03.014
Maßstäbe

Schweizer Rezeptur, niederländischer Betrieb

Die 2.0-Rezeptur entstand 2021 in der Schweiz und ist seitdem unverändert. Cibdol ist heute ein niederländisches Unternehmen, und das Öl entsteht weiter nach genau dieser Rezeptur, aus Hanf aus der EU, gefertigt nach ISO 22000 und GMP.

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FAQ

Questions about this topic

Enthält die Hanfpflanze CBD?

Nicht als CBD. Die lebende Pflanze bildet Säureformen. Zuerst entsteht Cannabigerolsäure, dann setzen pflanzliche Enzyme sie in weitere Cannabinoidsäuren um, darunter Cannabidiolsäure. Erst Hitze macht aus diesen Säuren die Cannabinoide, die später auf dem Etikett stehen. Das CBD in der Flasche ist damit das Ergebnis eines gesteuerten Schritts in der Produktion und nichts, was fertig vom Feld kommt.

Was passiert bei der Decarboxylierung?

Decarboxylierung ist der Hitzeschritt, der der Säureform eines Cannabinoids eine Kohlendioxid-Gruppe entzieht. Wie vollständig das geschieht, hängt an Temperatur und Zeit, und beide spielen gegeneinander. Zu wenig Hitze lässt Säuren unumgesetzt. Zu viel führt über den geplanten Punkt hinaus. Wer beides festlegt und danach nachmisst, hält das deklarierte Cannabinoidprofil dort, wo es entworfen wurde.

Was macht die überkritische CO2-Extraktion aus?

Überkritisch heißt: das Kohlendioxid wird über seinen kritischen Punkt gebracht und strömt dann durch Pflanzenmaterial wie ein Gas, löst Verbindungen aber wie eine Flüssigkeit. Über Druck und Temperatur lässt sich einstellen, was herausgeholt wird. Danach bleibt kein Restlösungsmittel, das noch entfernt werden müsste. Bei Alkohol oder Kohlenwasserstoffen ist die Entfernung nie eindeutig abgeschlossen, es bleibt eine Frage nach Rückständen.

Wo wird das Öl gefertigt, und nach welchen Standards?

Der Hanf wächst in der EU, gefertigt wird nach ISO 22000 und GMP. Cibdol nahm seinen Anfang in der Schweiz, arbeitet seit 2014 mit Cannabinoiden und führt den Betrieb von Schijndel aus. Die 2.0-Rezeptur selbst entstand 2021 in der Schweiz und ist seitdem unverändert, das Verfahren hinter jeder Flasche ist also dokumentiert und wird nicht von Charge zu Charge nachjustiert.

Wie prüfe ich, ob Etikett und Inhalt zusammenpassen?

Jede Charge geht durch ein unabhängiges Labor, und das vollständige Analysezertifikat wird veröffentlicht. So lässt sich der gemessene Cannabinoidgehalt gegen die deklarierten Zahlen halten. CBN, CBG, CBC und CBDA stehen in gemessenen, deklarierten Anteilen neben einem festen CBD-Gehalt, und genau deshalb passt eine später nachbestellte Flasche zur früheren. Die Prüfbarkeit gehört zum Produkt, sie kommt nicht obendrauf.

Ist in jeder Stärke dasselbe Öl?

Die Rezeptur läuft über sechs Stärken, von 5 % bis 40 %, alle in derselben 10-ml-Flasche mit Pipette. Verschieden ist der Träger: Hanfsamenöl bei den niedrigeren Stärken, MCT-Öl bei den höheren. Das hängt daran, wie viel Extrakt in 10 ml unterzubringen ist. Welcher Träger es ist, steht auf jedem Etikett.