CBD erklärt und eingeordnet
Cannabidiol, kurz CBD, ist eines von vielen Cannabinoiden der Hanfpflanze und selbst nicht berauschend. Die Struktur des Moleküls war 1940 geklärt, rund fünfzig Jahre bevor jenes Rezeptorsystem beschrieben wurde, mit dem Cannabidiol heute in einem Atemzug genannt wird.
CBD ist die Alltagskurzform von Cannabidiol, einem von vielen Stoffen, die Hanf hervorbringt, und Cannabidiol selbst ist nicht berauschend. Hanf bildet eine ganze Familie von Cannabinoiden. Cannabidiol ist das eine, dessen Namen fast jeder schon gehört hat. Wer zuerst das Regal sehen will und die Chemie danach, findet die sechs Stärken von CBD Oil 2.0 auf der Seite für CBD Öl, denn dort steht die Reihe der Konzentrationen vollständig beieinander. Der Prozentwert neben dem Kürzel CBD nennt übrigens die Konzentration, nicht die Menge Öl in der Flasche. Diese Unterscheidung trägt die halbe Seite, deshalb steht sie hier gleich am Anfang.
Ein Molekül von 1940, ein Rezeptorsystem von 1990
Cannabidiol ist ein Molekül der Pflanze. Keine Marke, kein Format, keine Kategorie. Adams und Kollegen klärten 1940 die Struktur[1]. Die Chemie kannte die Form der Verbindung also lange, bevor irgendjemand sagen konnte, worauf sie im Körper überhaupt trifft. Für einen Pflanzenstoff ist das ein ungewöhnlicher Weg: zuerst die Strukturformel, danach eine sehr lange Pause. In dieser Pause blieb Cannabidiol vor allem eine Zeile in der Fachliteratur.
Die Rezeptorseite kam erst viel später dazu. Matsuda und Kollegen klonierten und beschrieben 1990 den ersten Cannabinoid-Rezeptor[2]. Zwei Jahre danach isolierten Devane und Kollegen die erste körpereigene Verbindung, die an diesen Rezeptor bindet[3]. Die Jahreszahlen hintereinander gelesen: 1940 das Molekül, 1990 der Rezeptor, 1992 der körpereigene Bindungspartner. Ein halbes Jahrhundert liegt zwischen dem Stoff und jenem Cannabinoide System, mit dem er heute standardmäßig zusammen besprochen wird. Das ist der interessanteste Punkt auf dieser Seite. Er erklärt zugleich, warum über Cannabidiol oft mit mehr Selbstsicherheit geredet wird, als die veröffentlichten Daten am Menschen hergeben. Die einzelnen Rezeptoren nimmt der Wiki-Eintrag zum Endocannabinoid-System der Reihe nach durch, falls dieser Teil genauer interessiert.
Ein zweiter Punkt gehört gleich dazu, weil er die häufigste Frage überhaupt ist: Cannabidiol ist nicht berauschend. Berauschend ist THC, jenes Cannabinoid derselben Pflanze, das Forschende genau so beschreiben. Hanf für CBD wird in der EU innerhalb der gesetzlichen THC-Grenzen angebaut, und niemand muss das auf gutes Wort hinnehmen. Jede Charge von Cibdol geht an ein unabhängiges Labor. Das Zertifikat wird veröffentlicht, es nennt den gemessenen Cannabinoidgehalt samt THC und dazu die Reinheitsprüfungen. Die beiden Moleküle direkt nebeneinander stellt der Wiki-Vergleich von CBD, THC und den weniger untersuchten Cannabinoiden, samt der Frage, was die Pflanze sonst noch bildet.
So finden Sie Ihr Format
Gehen Sie danach, was am Ende in Ihrer Hand liegen soll.
- Öl mit Pipette. CBD Oil 2.0 umfasst sechs Stärken von 5 % bis 40 %, jede in der 10-ml-Flasche mit Pipette. Dieselben sechs Öle stehen auch auf der Seite zum Pipettenformat, weil manche Leute lieber nach Format schauen als nach der Reihe der Konzentrationen.
- Kapseln. CBD Kapseln 2.0 deckt sechs Stärken als Weichkapseln ab, ohne Pipette. Auf der Verpackung steht dieselbe Art von Etikettensumme wie beim Öl.
- Haut und Creme. CBD in Cremes steht auf der Seite für CBD Creme. Alle Formulierungen für die Haut liegen zusammen auf der Seite zur CBD Hautpflege, und das ist der kürzere Weg durch dieses Regal.
- Das Abendsortiment. Cibdol hält diese Formulierungen an einer Stelle zusammen, deshalb hat das Abendsortiment eine eigene Seite.
- CBG und CBN. CBG Öl ist um Cannabigerol formuliert, CBN Öl um Cannabinol. Hanf bildet von beiden kleinere Mengen als von Cannabidiol. Wer CBD und CBG Öl gegeneinanderhalten möchte, legt am besten die beiden Etiketten direkt nebeneinander und vergleicht die Zahlen.
- Fruchtgummis, oder alles auf einmal. CBD Fruchtgummis bringen CBD in Gummiform. Passt keiner dieser Einstiege, listet der vollständige Katalog jedes Format zusammen, samt dem Regal ohne CBD.
Wie viel ist über Cannabidiol wirklich bekannt?
Weniger, als der Lärm vermuten lässt. Zwei Übersichtsarbeiten geben den nüchternen Stand.
- Millar und Kollegen legten 2018 eine systematische Übersicht zur Pharmakokinetik von Cannabidiol beim Menschen vor. Sie berichteten, dass die verfügbaren Daten begrenzt und sehr uneinheitlich ausfielen, mit großen Abweichungen zwischen den Studien darin, wie Cannabidiol verabreicht und gemessen wurde[4].
- Iffland und Grotenhermen erfassten 2017 die Sicherheitsliteratur am Menschen. Sie beschrieben, was bis dahin untersucht worden war, und benannten dabei die Lücken, die die Literatur noch offen ließ[5].
- Beide Arbeiten zeigen in dieselbe Richtung. Für ein Pflanzenmolekül ist Cannabidiol gut untersucht. Gemessen an der Menge öffentlicher Rede darüber ist es dünn untersucht. Unterschiede zwischen Personen treten in den einzelnen Datensätzen deutlich hervor.
- Zwischen dem, was veröffentlicht ist, und dem, was erzählt wird, liegt also ein Abstand. Genau dieser Abstand ist beim Lesen von Aussagen über Cannabinoide der brauchbarste Maßstab, und er lässt sich mit ein paar Jahreszahlen und einem Blick in die Quelle schnell prüfen.
Wer es Studie für Studie nachlesen will, findet die längeren Besprechungen im Wiki, weil dort jede Arbeit einzeln steht und die Fundstelle jeweils dabei ist.
Was der Prozentwert auf dem Etikett meint
Die Zahl auf dem Etikett sagt, wie viel Cannabidiol im Öl steckt. Über die Menge Öl in der Flasche sagt sie nichts. Alle sechs Stärken kommen in derselben 10-ml-Flasche, 5 % und 40 % sehen im Regal folglich gleich aus. Was sich ändert, sind die Milligramm CBD in diesen 10 ml.
| Stärke | CBD je 10-ml-Flasche |
|---|---|
| 5 % | 500 mg |
| 10 % | 1000 mg |
| 15 % | 1500 mg |
| 20 % | 2000 mg |
| 30 % | 3000 mg |
| 40 % | 4000 mg |
Die Flasche bleibt über die ganze Reihe gleich. Damit ist der Prozentwert die einzige Zahl, die sich bewegt, und die Reihe 5, 10, 15, 20, 30 und 40 lässt sich deshalb sauber vergleichen. Diese Zahl ist prüfbar statt dekorativ: zu jeder Charge gibt es ein veröffentlichtes Zertifikat mit dem gemessenen Cannabinoidgehalt, sodass die Angabe auf der Schachtel gegen den Laborwert gehalten werden kann.
Cibdol entstand in der Schweiz, arbeitet seit 2014 mit Cannabinoiden und führt den Betrieb von Schijndel aus. Die Analyse bleibt nicht im eigenen Haus, sie liegt bei unabhängigen Laboren, und die Berichte stehen auf der Zertifikatsseite für jeden zum Nachlesen. Diese Seiten schreibt das Redaktionsteam von Cibdol, geprüft werden sie vor der Veröffentlichung. Das klärt nicht, was Cannabidiol im Körper macht. Es macht das Etikett überprüfbar, und das ist etwas anderes und im Alltag brauchbarer.
Fragen, die zuerst gestellt werden
Wofür steht CBD?
CBD ist die Kurzform von Cannabidiol. Es ist eines von vielen Cannabinoiden, die Hanf bildet, und dasjenige, dessen Namen die meisten Leute schon gehört haben. Adams und Kollegen klärten 1940 die Struktur des Moleküls[1]. Cannabidiol ist nicht berauschend. Auf einer Flasche steht neben dem Kürzel meist ein Prozentwert, und dieser Wert nennt die Konzentration von Cannabidiol in genau diesem Öl. Mehr sagt er nicht, und weniger auch nicht.
Ist CBD berauschend?
Nein, ist es nicht. Cannabidiol ist nicht berauschend. Berauschend ist THC, das Cannabinoid, das Forschende so beschreiben, und Hanf für CBD wird in der EU innerhalb der gesetzlichen THC-Grenzen angebaut. Die praktische Prüfung ist das Papier: jede Charge geht an ein unabhängiges Labor, und der gemessene THC-Gehalt steht im Chargenzertifikat, statt auf einem Etikett behauptet zu werden. Wer will, liest den Wert vor dem Kauf nach.
Welche CBD Stärke passt zu mir?
Die Reihe läuft über 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 30 % und 40 %. In derselben 10-ml-Flasche sind das 500 mg bis 4000 mg CBD. Das sind Spezifikationen, keine Empfehlungen. Der Prozentwert ist eine Angabe zur Konzentration, und die Flasche wechselt über die sechs Stärken nie ihre Größe. Ärztlicher Rat gehört dazu, wenn verschriebene Präparate im Spiel sind.
Woran erkenne ich, dass ein CBD Produkt im Labor geprüft wurde?
Am Chargenzertifikat, und zwar am gelesenen, nicht am bloß erwähnten. Jede Charge von Cibdol wird von einem unabhängigen Labor analysiert. Das Zertifikat listet den gemessenen Cannabinoidgehalt samt THC und dazu die Reinheitsprüfungen. Diese Berichte stehen öffentlich auf der Zertifikatsseite, geordnet nach Charge. Gibt es für die Flasche in Ihrer Hand keinen passenden Bericht, bleibt die Zahl auf dem Etikett eine Behauptung und sonst nichts.
Was bedeutet Vollspektrum?
Vollspektrum heißt, dass der Extrakt die breitere Gruppe der Hanfstoffe neben Cannabidiol behält, also auch weniger untersuchte Cannabinoide wie CBG, CBC, CBN und CBDA, statt CBD allein zu isolieren. Genau darin unterscheidet sich ein CBD Vollspektrum Öl von einem Isolat. CBD Oil 2.0 von Cibdol ist Vollspektrum, und das gemessene Profil steht im Zertifikat jeder Charge. Weiter geht der Wiki-Eintrag zum Vollspektrum-Öl, der die Bestandteile einzeln durchnimmt.
CBD oder THC: wo liegt der Unterschied?
Beide sind Cannabinoide derselben Pflanze, austauschbar sind sie nicht. THC ist dasjenige, das Forschende als berauschend beschreiben, Cannabidiol nicht. Hanf für CBD wird in der EU innerhalb der gesetzlichen THC-Grenzen angebaut, und jedes Chargenzertifikat nennt den gemessenen THC-Gehalt für diesen Produktionslauf. Wer die Chemie sucht und nicht die Zusammenfassung, liest die Wiki-Seite zu THC, die die beiden Moleküle sauber auseinanderhält.
Quellen
- Adams (1940). Journal of the American Chemical Society. doi:10.1021/ja01858a058
- Matsuda (1990). Nature. doi:10.1038/346561a0
- Devane (1992). Science. doi:10.1126/science.1470919
- Millar (2018). Frontiers in Pharmacology. doi:10.3389/fphar.2018.01365
- Iffland und Grotenhermen (2017). Cannabis and Cannabinoid Research. doi:10.1089/can.2016.0034

















