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Hanf oder Cannabis: eine einzige Pflanzenart

Still life with a Cibdol product introducing Hemp vs Cannabis: One Species Explained
Cibdol · Hanf oder Cannabis: eine einzige Pflanzenart

Definition

1976 hat eine botanische Arbeit die Sache sortiert: Cannabis wird als eine einzige Art geführt, gegliedert nach kultivierten und wilden Varianten, nicht nach zwei getrennten Arten [1]. Hanf und Cannabis benennen also keine zwei Pflanzen, sondern zwei Zuchtrichtungen und zwei rechtliche Kategorien. Wo im EU-Rahmen die Linie bei 0,3 % THC verläuft, ist eine Frage der Verwaltung.

Botanik, Chemie und Recht nebeneinander

EbeneWas dort festgelegt istBezugsgröße
ArtCannabis wird als eine einzige Art geführt. Gegliedert wird nach kultivierten und wilden Varianten, nicht nach zwei getrennten Arten.Praktische Taxonomie von Small und Cronquist, 1976 [1]
WortgebrauchIm Alltag trennen die Wörter Hanf und Cannabis zwei Vorstellungen voneinander. Botanisch trennen sie nichts, weil beide auf dieselbe Art zeigen [1].Sprachebene gegenüber Systematik
ChemieFür die Inhaltsstoffe gilt dieselbe Logik wie für die Art. Analytisch sind in der Pflanze über 100 Cannabinoide beschrieben.Chemische Bestandsaufnahme von ElSohly und Slade, 2005 [2]
SortenprofilEine Faserhanfsorte und eine THC-reiche Sorte greifen auf denselben biochemischen Werkzeugkasten zurück. Verschoben sind die Anteile, nicht die Ausstattung der Pflanze [2].Auszählung der Cannabinoide in der Analytik
THC und CBDBeide Moleküle stehen auf derselben Liste der über 100 Cannabinoide. Der Unterschied liegt im Molekül, nicht in der Pflanzenart [2].Cannabinoidliste aus der Analytik
FeldfruchtHanf war als landwirtschaftliche Kulturpflanze etabliert, lange bevor Cannabinoidauszüge eine eigene Produktkategorie bildeten. Ein großer Teil der weltweiten Ernte hat mit dieser Kategorie nichts zu tun.Anbau und Ernte weltweit
Begriff Hanf im EU-RahmenEin Verwaltungsbegriff, keine botanische Kategorie. Er ordnet Anbau und Handel und verschiebt die Stellung der Pflanze im System nicht.Regelwerk der EU
AnwendungsbereichErfasst sind Sorten, die im EU-Sortenkatalog geführt werden. Der Katalog ist eine Liste, und diese Liste entscheidet über die Zuordnung.EU-Sortenkatalog
FeldwertDer THC-Gehalt im Feld liegt bei höchstens 0,3 %. Die Zahl gehört zum Anbau, nicht zur Pflanzensystematik.Grenzwert von 0,3 % THC
MarktseiteAuszüge für den EU-Markt stammen aus Sorten, die im Sortenkatalog registriert sind. Damit ist die Herkunft eine Frage der Unterlagen.Herkunft des Pflanzenmaterials
EtikettenwörterZwei Zuchtrichtungen, zwei chemische Profile, zwei rechtliche Kategorien. Dazwischen liegt viel lose Beschriftung, die keiner dieser Ebenen genau folgt.Vergleich von Produktangaben
ProduktvergleichStehen zwei Flaschen nebeneinander, entscheiden drei Fragen an die Dokumentation. Die Art der Pflanze steht in keiner davon.Angaben je Charge
Unser RohstoffAusschließlich in der EU registrierte Hanfsorten. Die Herstellung läuft seit 2014 in der Schweiz.Angaben zum Sortiment

Derselbe biochemische Werkzeugkasten

Die Frage entsteht meist im Regal, nicht im Herbarium. Zwei Flaschen, zwei Wortfelder, und der Eindruck, es gehe um zwei verschiedene Pflanzen. Small und Cronquist haben das 1976 anders geordnet: eine Art, und innerhalb dieser Art eine Aufteilung nach kultivierten und wilden Varianten [1]. Diese Arbeit ist bis heute die Fundstelle, auf die Fragen nach einer botanischen Trennung zurücklaufen.

Für die Chemie gilt dieselbe Logik. Die analytische Auszählung nennt über 100 Cannabinoide in der Pflanze [2]. Eine Faserhanfsorte und eine THC-reiche Sorte verfügen über denselben biochemischen Werkzeugkasten. Was die Zucht verschiebt, sind die Anteile, in denen dieser Kasten benutzt wird, nicht sein Inhalt. Die Ausstattung ist gleich, die Verteilung fällt unterschiedlich aus.

Dann gibt es die Seite der Pflanze, die mit Cannabinoiden gar nicht rechnet. Hanf ist eine landwirtschaftliche Kulturpflanze und war als solche längst etabliert, bevor Auszüge eine eigene Produktkategorie bildeten. Ein großer Teil der weltweiten Hanfernte hat mit dieser Kategorie nichts zu tun. Das ist der Punkt, an dem die Alltagssprache und das Regal auseinanderlaufen.

  • Eine Art, mehrere Varianten: die Gliederung von 1976 verläuft innerhalb der Art, entlang kultivierter und wilder Formen [1].
  • Dieselbe Molekülliste: über 100 Cannabinoide sind analytisch beschrieben, unabhängig davon, aus welcher Zuchtrichtung das Material stammt [2].
  • Zwei chemische Profile: die Anteile verschieben sich mit der Zuchtrichtung, die Ausstattung der Pflanze bleibt dieselbe.
  • Zwei rechtliche Kategorien: sie entstehen aus Regelwerken und nicht aus der Systematik der Pflanze.
  • Viel lose Beschriftung dazwischen: Wörter wie Vollspektrum Hanföl oder Cannabis Vollspektrum folgen keiner dieser Ebenen zwingend.
  • Ein Nachbarthema: Suchanfragen zum Endocannabinoid System, in Texten auch cannabinoides System genannt, gehören zu einer anderen Frage und bleiben hier außen vor.

Acht Notizen zur Einordnung im EU-Recht

  1. Der Begriff Hanf ist im EU-Rahmen ein Verwaltungsbegriff. Er ordnet Anbau und Handel. Über die Stellung der Pflanze in der Systematik sagt er nichts, und wer ihn botanisch liest, liest an ihm vorbei.
  2. Sein Anwendungsbereich ist eng gefasst: Sorten, die im EU-Sortenkatalog geführt werden. Der Katalog ist eine Liste mit Einträgen, und diese Einträge entscheiden, welches Pflanzenmaterial unter den Begriff fällt und welches nicht.
  3. Dazu kommt eine Zahl. Der THC-Gehalt im Feld darf 0,3 % nicht überschreiten. Die Angabe beschreibt eine Anbaubedingung, gemessen am Bestand, und keine Eigenschaft, die eine Art von einer anderen abgrenzt.
  4. Die Botanik bleibt davon unberührt. Ob eine Sorte im Katalog steht oder nicht, ändert an der Zuordnung von 1976 nichts: eine Art, gegliedert nach kultivierten und wilden Varianten [1].
  5. Die Chemie bleibt es ebenso. Über 100 Cannabinoide sind in der Pflanze beschrieben, und dieser Bestand hängt nicht daran, in welche rechtliche Kategorie eine Sorte einsortiert wird [2].
  6. Auf der Marktseite folgt daraus eine Herkunftsfrage. Auszüge für den EU-Markt stammen aus Sorten, die im Sortenkatalog registriert sind. Das ist eine Angabe über Unterlagen, nicht über die Art der Pflanze.
  7. Zwischen den Kategorien liegt die lose Beschriftung. Zwei Zuchtrichtungen und zwei rechtliche Schubladen lassen viel Raum für Wörter, die auf Verpackungen frei verwendet werden und dort keiner festen Ebene zugeordnet sind.
  8. Für den Vergleich zweier Produkte bleiben drei Fragen an die Dokumentation. Die botanische Frage ist an dieser Stelle längst beantwortet und trägt zum Unterschied zwischen zwei Flaschen nichts mehr bei.

Drei Fragen an die Unterlagen

Wer ein CBD Vollspektrum Öl neben ein CBG Öl legt, vergleicht keine Pflanzenarten. Er vergleicht Angaben. Und die verteilen sich auf drei Zeilen: aus welcher Sorte das Pflanzenmaterial stammt, was für die jeweilige Charge dokumentiert ist, und wie der Auszug hergestellt wurde. Suchbegriffe wie CO2 Extraktion gehören in diese dritte Zeile, zur Herstellung, nicht zur Botanik.

Der Reiz der Frage nach Hanf und Cannabis liegt darin, dass sie so groß klingt und am Regal so wenig entscheidet. Botanisch ist sie mit einer Arbeit aus dem Jahr 1976 abgeschlossen [1]. Chemisch mit einer Auszählung, die über 100 Cannabinoide in derselben Pflanze verzeichnet [2]. Was bleibt, ist Verwaltung: der Sortenkatalog, der Feldwert, die Kategorie, in der ein Produkt verkauft wird. Genau dieser Teil steht auf Papier und lässt sich nachlesen.

Woraus unsere Auszüge entstehen

Die erste der drei Fragen ist bei uns kurz beantwortet. Das Pflanzenmaterial kommt ausschließlich aus Hanfsorten, die in der EU registriert sind, also aus dem Bereich, den der Sortenkatalog abdeckt. Die Herstellung läuft seit 2014 in der Schweiz. Damit ist die Herkunftszeile geklärt, und die beiden anderen Zeilen bleiben dort, wo sie hingehören: bei den Angaben zur einzelnen Charge und bei der Beschreibung des Verfahrens. Ein Etikettenwort ersetzt keine dieser Angaben. Wörter wie Vollspektrum oder Isolat beschreiben, was in der Flasche gebündelt ist, und nicht, welche Pflanze im Feld gestanden hat.

Häufig gestellte Fragen

Woran hängt der Begriff Hanf im EU-Rahmen?
An zwei Angaben, die beide aus dem Regelwerk kommen und nicht aus der Botanik. Erfasst sind Sorten, die im EU-Sortenkatalog geführt werden, und für den Bestand im Feld gilt ein THC-Gehalt von höchstens 0,3 %. Der Begriff ordnet damit Anbau und Handel.
Was besagt die Zahl 0,3 % genau?
Sie beschreibt eine Anbaubedingung: den THC-Gehalt im Feld. Mit der Systematik der Pflanze hat der Wert nichts zu tun, denn Cannabis wird nach der Arbeit von Small und Cronquist aus dem Jahr 1976 als eine einzige Art geführt [1]. Die Zahl trennt Kategorien, keine Arten.
Sagt das Wort Vollspektrum etwas über die Pflanzenart?
Nein. Es ist ein Etikettenwort und beschreibt, wie ein Auszug zusammengesetzt ist. Zwischen den zwei Zuchtrichtungen und den zwei rechtlichen Kategorien liegt viel lose Beschriftung dieser Sorte. Die botanische Zuordnung bleibt davon unberührt, ebenso die analytische Liste von über 100 Cannabinoiden [2].
Aus welchen Sorten stammt das Material bei Cibdol?
Ausschließlich aus Hanfsorten, die in der EU registriert sind, also aus dem Bereich des Sortenkatalogs. Die Herstellung läuft seit 2014 in der Schweiz. Das beantwortet die Herkunftsfrage, während Angaben zur Charge und zum Verfahren eigene Zeilen bleiben.

Über diesen Artikel

Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin

Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.

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Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.

Zuletzt geprüft am 27. August 2026

Literatur (2)

  1. [1]Small, E. and Cronquist, A. (1976). A practical and natural taxonomy for Cannabis. DOI: https://doi.org/10.2307/1220524
  2. [2]ElSohly, M.A. and Slade, D. (2005). Chemical constituents of marijuana: the complex mixture of natural cannabinoids. DOI: https://doi.org/10.1016/j.lfs.2005.09.011

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