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Endocannabinoide: Anandamid, 2-AG und ihre Enzyme

Definition
Endocannabinoide sind körpereigene Lipide, die an Cannabinoid-Rezeptoren binden. Zwei davon sind ausführlich beschrieben: Anandamid, 1992 aus Hirngewebe isoliert [1], und 2-AG, 1995 als möglicher körpereigener Ligand am Cannabinoid-Rezeptor im Hirngewebe benannt [2]. Nach der Freisetzung binden beide an Rezeptoren benachbarter Zellen, danach zerlegen sie eigene Enzyme [1][2][3].
Nach dem Laufen, eine alte Frage
Halb sieben am Abend. Die Laufschuhe stehen noch im Flur, im Suchfeld des Handys steht ein langes Wort: Endocannabinoide. Gemeint sind Moleküle, die der Körper selbst bildet. Zwei davon sind in der Fachliteratur ausführlich beschrieben, jedes mit einem Jahr und einer Fundstelle: Anandamid 1992 [1] und 2-AG 1995 [2]. Wer die Frage stellt, landet schnell bei genau diesen zwei Namen.
Anandamid, isoliert 1992
Anandamid steht am Anfang dieser Reihe. Devane und Kollegen isolierten die Substanz 1992 aus Hirngewebe und hielten fest, dass sie an den Cannabinoid-Rezeptor bindet [1]. Damit war zum ersten Mal ein körpereigenes Molekül benannt, das genau diese Bindungsstelle findet. Hirngewebe als Quelle, ein Rezeptor als Ziel. Anandamid ist chemisch ein Amid, und dieser Baustein im Namen taucht später wieder auf, nämlich beim Enzym, das die Substanz hydrolysiert [3]. Kein Vielleicht an dieser Stelle: Jahr, Gewebe und Bindung stehen so in der Arbeit von 1992 [1].
2-AG und das Jahr 1995
Danach kam die zweite Substanz hinzu. Sugiura und Kollegen beschrieben 1995 das 2-Arachidonoylglycerol, kurz 2-AG, als möglichen körpereigenen Liganden am Cannabinoid-Rezeptor im Hirngewebe [2]. Das Wort möglich gehört zum Titel dieser Arbeit, und genau so wird es hier weitergegeben. Seither stehen die beiden meist als Paar. Der Eintrag zu 2-AG umfasst dabei zwei Dinge, das Molekül selbst und die Forschung ringsum, ausführlich dokumentiert [2]. Zwei Namen also, keine lange Liste.
Was die Vorsilbe endo festlegt
Endo heißt von innen. Die Vorsilbe sagt, woher ein Molekül stammt, nicht was es tut. Anandamid und 2-AG entstehen im Körper und binden an Cannabinoid-Rezeptoren [1][2]. Cannabinoide aus der Pflanze kommen von außen dazu, CBD und CBG etwa. Derselbe Wortstamm, zwei Herkunftswege.
Wer endocannabinoid system in die Suche tippt, meint in der Regel dieses Ensemble: die Rezeptoren, an die die beiden Lipide nach ihrer Freisetzung binden [1][2], und die Enzyme, die sie wieder zerlegen [3]. Manche schreiben stattdessen cannabinoide System. Gemeint ist derselbe Gegenstand, nur anders getippt.
Die Namen selbst sind sperrig und dabei sehr genau. 2-AG ist die Kurzform von 2-Arachidonoylglycerol, und die Ziffer vor dem Bindestrich gehört zur Chemie des Moleküls, nicht zur Nummerierung einer Liste [2]. Anandamid trägt die Silbe Amid, was die Art der Bindung im Molekül benennt und den Weg zu seinem Enzym vorzeichnet [3].
Wie lang die Liste der Endocannabinoide insgesamt ist, lässt sich nicht abschließend sagen. Zwei Namen stehen ohne Vorbehalt: Anandamid [1] und 2-AG [2]. Weitere verwandte Lipide wurden als Endocannabinoide vorgeschlagen und sind Gegenstand laufender Untersuchungen. Eine Zahl dazu steht in den hier zitierten Arbeiten nicht, und deshalb steht sie auch nicht in diesem Text.
Amid und Ester im Vergleich
Der Glycerinester des 2-AG
2-AG ist chemisch ein Glycerinester, kein Amid [2]. Das klingt nach einem Detail aus dem Chemieunterricht, hat aber eine schlichte Folge: Ein Ester wird von einem anderen Enzym gespalten als ein Amid. Für 2-AG ist die Monoacylglycerol-Lipase der Hauptweg des Abbaus. Anandamid dagegen wird von der Fettsäureamid-Hydrolase hydrolysiert [3]. Zwei Substanzen, zwei Enzyme, zwei Bezeichnungen, die man beim schnellen Lesen verwechselt und die eben nicht dasselbe benennen.
Getrennte Regulierung, chemisch begründet
Weil verschiedene Enzyme zuständig sind, lassen sich die beiden Moleküle unabhängig voneinander regulieren. Das ist die eigentliche Pointe des chemischen Unterschieds. Wer die Fettsäureamid-Hydrolase in den Blick nimmt, wie die Durchsicht von Fowler aus dem Jahr 2001 [3], spricht über Anandamid. Wer über die Monoacylglycerol-Lipase spricht, spricht über 2-AG. Angaben aus dem einen Strang lassen sich nicht in den anderen übertragen, auch dann nicht, wenn beide Moleküle in derselben Aufzählung stehen [1][2]. Ein Paar im Text ist noch kein Paar im Stoffwechsel.
Freisetzung, dann die Nachbarzelle
Nach der Freisetzung geht es kurz. Anandamid und 2-AG binden an Cannabinoid-Rezeptoren, und zwar an denen benachbarter Zellen [1][2]. Kein weiter Transportweg, keine Reise durch den halben Körper. Der Ort des Geschehens liegt gleich neben dem Ort der Freisetzung. Danach kommen die abbauenden Enzyme ins Spiel.
Für Anandamid ist die Hydrolyse durch die Fettsäureamid-Hydrolase beschrieben [3], für 2-AG der Abbau über die Monoacylglycerol-Lipase. Wie schnell das im Einzelnen geht, wird in den hier zitierten Arbeiten nicht beziffert. Geschätzte Zahlen wären an dieser Stelle bequem, gehören aber nicht in einen Eintrag, der sich auf drei Fundstellen stützt.
Die Durchsicht von 2001 zur Fettsäureamid-Hydrolase
Fowler und Kollegen legten 2001 eine Durchsicht vor, die Biochemie und Pharmakologie dieses Enzyms zusammenträgt und es als pharmakologischen Angriffspunkt beschreibt [3]. Das ist eine Angabe über eine Forschungsrichtung, nicht über ein Produkt im Regal. Und es ist zugleich der Punkt, an dem aus einem Molekülnamen ein ganzes Kapitel wird: Wer über den Abbau von Anandamid liest, liest fast immer über dieses Enzym [3].
Monoacylglycerol-Lipase als Hauptweg
Beim 2-AG führt der Abbau hauptsächlich über die Monoacylglycerol-Lipase. Hauptweg heißt: nicht der einzige denkbare Weg, aber der, der in der Literatur als der wesentliche geführt wird. Ein Nebenweg wird damit weder ausgeschlossen noch beziffert. Die Formulierung ist sparsam, und sie bleibt hier so sparsam, wie sie in den Quellen steht.
Interessant ist die Kombination der beiden Punkte. Das Molekül ist ein Ester [2], das Enzym eine Lipase, und damit ist der Weg für 2-AG von der Chemie her vorgezeichnet. Beim Amid Anandamid übernimmt die Hydrolase mit dem passenden Namen [3]. Zwei Sätze, zwei Paare, keine Vermischung.
Verwandte Lipide, weiter in Prüfung
Neben dem Paar Anandamid und 2-AG stehen weitere verwandte Lipide, die als Endocannabinoide vorgeschlagen wurden und untersucht werden. In Aufzählungen tragen sie oft dieselbe Klammer, aber nicht dieselbe Sicherheit. Für die beiden benannten Substanzen gibt es je eine Arbeit mit Jahr, Gewebe und Rezeptorbezug [1][2]. Für den Rest der Gruppe lässt sich dieser Satz noch nicht so knapp schreiben, und das ist der ehrlichere Befund.
Körpereigen und pflanzlich: derselbe Wortstamm
CBG Öl, Vollspektrum und die Herkunftsfrage
Zwischen einer Flasche im Regal und den beiden Lipiden liegt eine klare Grenze. Ein CBG Öl oder ein CBD Vollspektrum Öl enthält Pflanzenstoffe aus Hanf, häufig gewonnen über CO2 Extraktion. Anandamid und 2-AG dagegen sind im Körper gebildete Moleküle, beschrieben 1992 und 1995 [1][2]. Auch der Unterschied zwischen THC und CBD gehört in die pflanzliche Spalte, nicht in die körpereigene. Ein Etikett spricht über den Auszug in der Flasche. Die beiden Arbeiten sprechen über Gewebe, Rezeptoren und Enzyme [1][2][3].
Unabhängige Analysen, Charge für Charge
Was in einer Flasche steckt, ist eine Frage, die sich nachlesen lässt. Bei Cibdol wird jede Charge unabhängig analysiert, und der Bericht nennt die gemessenen Cannabinoidgehalte. Was im Gewebe geschieht, steht dagegen in Arbeiten wie denen von 1992, 1995 und 2001 [1][2][3]. Zwei getrennte Unterlagenwege, jeder auf seiner Ebene prüfbar. Wer sie vermischt, bekommt Sätze, die keine der beiden Seiten deckt.
Häufig gestellte Fragen
4 FragenAus welchem Gewebe wurde Anandamid 1992 isoliert?
Warum braucht 2-AG ein anderes abbauendes Enzym als Anandamid?
Sind Anandamid und 2-AG die einzigen Endocannabinoide?
Steht ein Endocannabinoid auf dem Etikett eines CBG Öls?
Über diesen Artikel
Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 26. August 2026
Literatur (3)
- [1]Devane et al. (1992). Isolation and structure of a brain constituent that binds to the cannabinoid receptor. DOI: https://doi.org/10.1126/science.1470919
- [2]Sugiura et al. (1995). 2-Arachidonoylglycerol: a possible endogenous cannabinoid receptor ligand in brain. DOI: https://doi.org/10.1006/bbrc.1995.2437
- [3]Fowler, C.J. et al. (2001). Fatty acid amide hydrolase: biochemistry, pharmacology, and therapeutic possibilities for an enzyme hydrolyzing anandamide. DOI: https://doi.org/10.1016/s0006-2952(01)00712-2
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