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Breitspektrum CBD: Begriff, Belege und unser Sortiment

Definition
Breitspektrum CBD ist eine Etikettenbezeichnung für einen Hanfauszug. Sie ordnet ein, wie viel vom pflanzlichen Stoffbestand in die Flasche übernommen wurde, und ist weder im EU-Recht noch im britischen Recht eng gefasst. In Cannabis sind Dutzende Cannabinoide beschrieben, dazu Terpene und Flavonoide aus demselben Pflanzengewebe [1].
Dutzende Cannabinoide aus demselben Pflanzengewebe
In Cannabis sind Dutzende Cannabinoide beschrieben [1]. Nicht zwei oder drei. Dutzende. Die Zahl ist keine Marketingzahl, sie stammt aus der Fachliteratur. Aus demselben Pflanzengewebe kommen zusätzlich Terpene und Flavonoide, zwei weitere Stoffgruppen derselben Pflanze [1]. THC und CBD sind zwei Namen aus dieser Aufzählung. Der viel gesuchte THC CBD Unterschied liegt also innerhalb einer langen Liste und nicht zwischen Pflanze und Auszug.
Genau an dieser Liste hängen die Wörter, die vorne auf den Flaschen stehen. Vollspektrum, Breitspektrum, Isolat. Sie ordnen ein, wie viel vom pflanzlichen Bestand in den Auszug übernommen wurde. Über die Pflanze auf dem Feld sagen sie nichts. Deshalb ist so ein Wort immer eine Angabe zum Flascheninhalt. Ein Vollspektrum CBD Auszug steht am einen Ende dieser Reihe, ein CBD Isolat Öl am anderen, und Breitspektrum wird in der Praxis dazwischen einsortiert.
Zwei Begriffe rutschen dabei regelmäßig in dieselbe Zeile, obwohl sie andere Fragen beantworten. Die CO2 Extraktion benennt ein Verfahren, mit dem ein Konzentrat aus dem Pflanzenmaterial gewonnen wird, und keine Spektrumsangabe. CBG Öl bezeichnet ein Öl, dessen Etikett Cannabigerol ausweist, also ein einzelnes Cannabinoid aus der beschriebenen Liste. Verfahren, Cannabinoidname, Spektrumswort. Drei Ebenen, die sich sauber getrennt lesen lassen.
Der Hinweis auf Terpene und Flavonoide kommt nicht aus der Werbung, sondern aus der Literatur. Die Übersichtsarbeit von Russo aus dem Jahr 2011 trägt zusammen, dass Cannabinoide und diese Begleitstoffe im selben Pflanzengewebe entstehen [1]. Fürs Etikett folgt daraus zunächst eine schlichte Konsequenz. Wer mehr als ein einzelnes Molekül in der Flasche nennt, spricht über eine Mischung. Und eine Mischung lässt sich beziffern oder eben nicht.
Warum das Wort im Recht offen bleibt
Der Ausdruck Breitspektrum ist weder im EU-Recht noch im britischen Recht eng festgelegt. Es gibt keine Definition, an der ein Prüfverfahren hängt, und keine Zeile, die vorschreibt, welche Stoffgruppen ein Auszug enthalten muss, damit er so genannt werden darf. Das Wort steht auf der Verpackung, weil der Hersteller es dort hingeschrieben hat.
Damit verschiebt sich die Frage, und zwar deutlich. Belastbar ist nicht die Bezeichnung, belastbar ist die Stärke der Unterlagen dahinter. Zwei Flaschen mit demselben Wort können auf zwei völlig unterschiedlich dokumentierten Auszügen sitzen. Ein Chargenbericht nennt Zahlen: welche Cannabinoide in welchem Gehalt gemessen wurden, für diese eine Abfüllung. Ein Spektrumswort nennt keine Zahl. Es nennt eine Kategorie, die sich jeder Anbieter selbst zuschneidet.
Praktisch heißt das, das Nachlesbare zuerst zu lesen. Den auf der Flasche angegebenen Gehalt. Die Grundflüssigkeit in der Liste der Bestandteile. Die Analyse, die zur Nummer auf dem Boden der Schachtel passt. Wer ein CBD Vollspektrum Öl 10 mit einem anderen Auszug vergleicht, vergleicht in Wahrheit zwei Unterlagen und nicht zwei Adjektive. Weil der Begriff in beiden Rechtsräumen offen bleibt, taugt er auch nicht als gemeinsamer Nenner über eine Landesgrenze hinweg.
Ein Begriff aus der Nachbarschaft gehört an dieser Stelle bewusst nicht dazu, obwohl er in den Suchanfragen direkt daneben liegt. Das Endocannabinoid System beschreibt ein körpereigenes Signalsystem. Es ist keine Angabe, die auf einer Faltschachtel steht. Eine Spektrumsbezeichnung ordnet den Inhalt einer Flasche ein, nichts darüber hinaus.
Wie weit die Forschung zu Extrakttypen reicht
Der direkte Vergleich verschiedener Extrakttypen am Menschen ist in der veröffentlichten Forschung begrenzt. Es liegt keine breite Reihe von Arbeiten vor, in denen dieselbe Gruppe von Teilnehmenden einen Vollspektrum-, einen Breitspektrum- und einen Isolatauszug unter gleichen Bedingungen erhält. Ob ein Produkt als Vollspektrum Hanfextrakt oder als Breitspektrum ausgewiesen ist, ändert an dieser Datenlage nichts.
Eine Ebene darunter wird es ebenfalls unübersichtlich. Die systematische Übersichtsarbeit von Millar aus dem Jahr 2018 hat die Humandaten zur Pharmakokinetik von Cannabidiol durchgesehen, also Aufnahme, Verteilung und Abbau im Organismus. Ihr Befund zu diesen Größen: über die verfügbaren Studien hinweg uneinheitlich dokumentiert [2]. Verschiedene Studienaufbauten, verschiedene Zufuhrwege, kleine Gruppen. Eine Zahl, die für alle Arbeiten gilt, steht dort nicht.
Vor diesem Hintergrund lässt sich auch der Gedanke zum Zusammenspiel von Cannabinoiden und aromatischen Begleitstoffen nüchtern einordnen. Die Arbeit von Russo aus dem Jahr 2011 hält fest, dass beide Stoffgruppen aus demselben Pflanzengewebe stammen, und formuliert daraus einen Vorschlag, den die Literatur seither weiterführt [1]. Das ist ein Vorschlag aus einer Übersichtsarbeit. Kein Messwert.
Für die Lektüre eines Etiketts bleibt damit eine klare Trennung. Was gemessen ist, steht im Chargenbericht: Cannabinoid, Gehalt, Abfüllung. Was offen ist, steht in der Fachliteratur als offene Frage, mit Jahr und Autorenname davor. Zwischen diesen zwei Ebenen liegt der ganze Abstand zwischen einer geprüften Angabe und einer Erwartung. Ein Wort auf der Vorderseite schließt diesen Abstand nicht.
Öle, Kapseln und die Zeile auf der Faltschachtel
Bei Cibdol tragen die Öle und die Kapseln die Bezeichnung Vollspektrum. Auf der Faltschachtel steht dazu die englische Etikettenzeile "Full spectrum 2.0 with terpenes and flavonoids". Ein Breitspektrum-Auszug ist im Sortiment derzeit nicht enthalten. Das ist keine Bewertung des Begriffs, sondern eine Sortimentsangabe, die sich in einem Satz nachlesen lässt.
Mit Cannabinoiden arbeiten wir seit 2014, und die Arbeitsweise dahinter ist prüfbar statt behauptet: jede Charge wird unabhängig analysiert. Der Abgleich, der schon vor dem ersten Öffnen möglich ist, heißt deshalb gemessener Cannabinoidgehalt gegen die Angabe auf dem Etikett. Zwei Zahlen, eine Zeile, kein Vertrauensvorschuss nötig.
Was zu diesem Thema festgehalten werden kann:
- Dutzende Cannabinoide sind in Cannabis beschrieben, Terpene und Flavonoide stammen aus demselben Pflanzengewebe [1].
- Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat sind Bezeichnungen für Auszüge und keine Beschreibung der lebenden Pflanze.
- Breitspektrum ist im EU-Recht und im britischen Recht nicht eng definiert, tragfähig sind die Unterlagen zur Charge.
- Der direkte Vergleich von Extrakttypen am Menschen ist in der veröffentlichten Forschung begrenzt.
- Die Übersichtsarbeit von Millar aus dem Jahr 2018 verzeichnet Aufnahme, Verteilung und Abbau von Cannabidiol beim Menschen als uneinheitlich dokumentiert [2].
- Öle und Kapseln von Cibdol sind Vollspektrum, ein Breitspektrum-Auszug steht aktuell nicht im Sortiment.
- Jede Charge wird unabhängig analysiert, und das ist bei uns seit 2014 der Standard.
Häufig gestellte Fragen
4 FragenIst Breitspektrum ein rechtlich festgelegter Ausdruck?
Wie viele Cannabinoide sind in Cannabis überhaupt beschrieben?
Was für ein Auszug steckt in den Ölen und Kapseln von Cibdol?
Gibt es Studien, die Extrakttypen am Menschen direkt gegenüberstellen?
Über diesen Artikel
Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 29. August 2026
Literatur (2)
- [1]Russo, E.B. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. DOI: https://doi.org/10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- [2]Millar, S.A. et al. (2018). A Systematic Review on the Pharmacokinetics of Cannabidiol in Humans. DOI: https://doi.org/10.3389/fphar.2018.01365
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