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THC: Delta-9-Tetrahydrocannabinol, Punkt für Punkt

Definition
THC ist die Kurzform von Delta-9-Tetrahydrocannabinol, einem Cannabinoid der Cannabispflanze. Isoliert und strukturell beschrieben wurde das Molekül 1964 an Haschischharz, sein molekularer Angriffspunkt CB1 folgte 1990. Im Sortiment von Cibdol gibt es keine THC-Produkte.
Delta-9-Tetrahydrocannabinol, kurz sortiert
1964. Bis zu diesem Jahr gab es Jahrhunderte an Cannabisgebrauch und einen dicken Stapel Schriften darüber, aber keine Zuordnung eines einzelnen Moleküls zu einem einzelnen Vorgang. Erst eine Laborarbeit an Haschischharz brachte den Stoff selbst aufs Papier.
THC steht für Delta-9-Tetrahydrocannabinol. In der Fachliteratur ist es das am ausführlichsten untersuchte Cannabinoid, in der Produktion bei Cibdol das am wenigsten relevante. Beides steht ohne Widerspruch nebeneinander. Die Tabelle hält die Eckdaten zusammen.
| Angabe | Detail |
|---|---|
| Vollständiger Name | Delta-9-Tetrahydrocannabinol |
| Kurzform | THC |
| Merkmal | die eine Eigenschaft, die dieses Molekül von allen anderen Pflanzenstoffen der Cannabispflanze abgrenzt |
| Molekularer Angriffspunkt | Rezeptor CB1 |
| Verteilung des Rezeptors | zentrales Nervensystem, weiträumig |
| Vorstufe im Stoffwechsel | Cannabigerolsäure, kurz CBGA |
| Erstbeschreibung | 1964, Gaoni und Mechoulam [1] |
| Rezeptorbefund | 1990, Matsuda und Kollegen [2] |
| Im Sortiment von Cibdol | keine THC-Produkte |
Wer nach dem Unterschied zwischen THC und CBD sucht, kommt bei der Zeile zum Merkmal an. Genau dieses Merkmal ist der Grund, weshalb THC in Regelwerken und auf Prüfberichten eine eigene Zeile bekommt, während andere Cannabinoide in Sammelspalten stehen.
Für ein CBD Vollspektrum Öl heißt das etwas Konkretes. Die Zahl in dieser Zeile ist ein Messergebnis je Charge, keine Ankündigung. Sie hängt am Pflanzenmaterial, am Herstellungsweg und am Zeitpunkt der Analyse, und sie lässt sich nachlesen, bevor eine Flasche im Regal steht. Alles Weitere in diesem Eintrag beschreibt, wo das Molekül herkommt und woher die beiden Jahreszahlen stammen.
Zwei Jahreszahlen, zwei Laborbefunde
Die Geschichte des Moleküls lässt sich an zwei Publikationen aufhängen. Die erste beschreibt den Stoff, die zweite die Stelle, an der er ansetzt.
1964: Isolierung aus Haschischharz
Yechiel Gaoni und Raphael Mechoulam veröffentlichten 1964 die Isolierung, die Strukturbestimmung und die Teilsynthese des aktiven Bestandteils von Haschisch [1]. Drei Arbeitsschritte in einer Arbeit. Damit lag erstmals eine chemische Formel vor, an die sich Beobachtungen knüpfen ließen. Vor diesem Datum existierte umfangreiches Schrifttum über die Pflanze, aber kein Molekül, dem sich etwas zuordnen ließ. Der Unterschied ist methodisch, nicht rhetorisch: benannter Stoff statt Sammelbegriff.
1990: der Rezeptor CB1
Sechsundzwanzig Jahre später beschrieben Matsuda und Kollegen die Struktur eines Cannabinoid-Rezeptors und die funktionelle Expression der klonierten cDNA [2]. Dieser Rezeptor trägt heute den Namen CB1 und gilt als der wichtigste molekulare Angriffspunkt von THC. Seine Verteilung im zentralen Nervensystem ist weiträumig, was erklärt, warum die Fachliteratur diesen Rezeptor so ausführlich beschreibt.
Aus dem Rezeptorbefund folgte die nächste Frage: Wenn im Nervensystem eine passende Andockstelle vorliegt, welche körpereigenen Substanzen bedienen sie? Die anschließenden Arbeiten benannten zwei Signalstoffe, Anandamid und 2-AG, und fassten sie mit Rezeptoren und Enzymen zu einem eigenen System zusammen. Genau dieses System wird heute unter dem Begriff endocannabinoid system nachgeschlagen. Es ist eine körpereigene Ebene und gehört sachlich in einen eigenen Eintrag, nicht in die Beschreibung eines Pflanzenstoffs.
Olivetolat, CBGA und eine Verzweigung im Erbgut
Die Pflanze baut THC nicht direkt zusammen. Am Anfang steht ein anderes Molekül, und ein Enzym macht daraus die Vorstufe. Fellermeier und Zenk haben diesen Schritt 1998 beschrieben [3]. Der Reihe nach gelesen sieht der Weg so aus.
- Ausgangsmaterial im Pflanzengewebe ist Olivetolat, ein kleines Molekül aus dem pflanzlichen Stoffwechsel.
- Ein Transferase-Enzym aus Hanf hängt an dieses Olivetolat eine Prenylgruppe an. Der Fachausdruck dafür lautet Prenylierung.
- Produkt dieses Schritts ist Cannabigerolsäure, in Prüfberichten als CBGA abgekürzt [3].
- CBGA ist die Vorstufe von THC. Die Arbeit von 1998 hält genau diese Beziehung fest.
- Dieselbe Vorstufe ist auch der Grund, weshalb rund um CBGA Öl und CBG Öl gesucht wird: der Name bezeichnet den Knotenpunkt, nicht das Endprodukt.
- Ab diesem Knotenpunkt verzweigt sich der Weg, und über die Verzweigung entscheidet die Genetik der Pflanze.
- Der eine Ausgang dieser Verzweigung ist Cannabis vom Drogentyp, der andere Nutzhanf für die industrielle Verarbeitung.
- Aus dem Stoffwechselweg allein folgt keine Zahl. Was in einer bestimmten Ernte oder einem bestimmten Auszug steckt, ergibt die Messung.
Die Sortenfrage entscheidet sich also weit vor der Verarbeitung. Ob anschließend eine CO2 Extraktion folgt oder ein anderes Verfahren, ändert die Verzweigung im Erbgut nicht. Deshalb steht am Ende immer eine Analyse, und nicht eine Ableitung aus dem Namen der Pflanze.
Chargenzertifikat: die gemessene Zahl
Für ein Hanfprodukt ist THC keine Kategorie, sondern eine Zeile im Prüfbericht. Wie diese Zeile bei uns aussieht, lässt sich in zwei Punkten zusammenfassen.
0,03 % im stärksten Öl der Reihe
Jedes Produkt von Cibdol trägt ein Chargenzertifikat, und auf jedem dieser Zertifikate steht ein gemessener THC-Wert. Beim stärksten Öl im Sortiment lautet diese Angabe 0,03 %. Das ist ein Ergebnis, keine Ankündigung, und es gilt für die geprüfte Charge. Unsere CBD Produkte werden jeweils mit ihrem eigenen Zertifikat geführt, vom Vollspektrum Hanfextrakt bis zum CBG Öl. Wer die Angabe zur Flasche in der Hand sucht, liest sie dort nach und nicht in einer Sortimentsbeschreibung.
Anandamid, 2-AG und das cannabinoide System
Rund um THC tauchen im Suchfeld regelmäßig Begriffe auf, die auf eine andere Ebene gehören. Anandamid und 2-AG sind körpereigene Signalstoffe, die nach dem Rezeptorbefund von 1990 beschrieben wurden [2]. Zusammen mit Rezeptoren und Enzymen bilden sie das cannabinoide System, und dieses System ist unabhängig davon vorhanden, was in einer Flasche steht.
THC selbst ist das am ausführlichsten untersuchte Cannabinoid und für unsere Herstellung das am wenigsten relevante. Beide Sätze passen zusammen, weil Forschungsdichte und Sortiment zwei verschiedene Größen sind. Was dieser Eintrag liefert, sind drei Fundstellen und eine Handvoll Eckdaten: ein Name, ein Rezeptor, eine Vorstufe, zwei Jahreszahlen. Was dieser Eintrag nicht liefert, ist eine Zahl für eine bestimmte Flasche. Die steht im Chargenzertifikat, Charge für Charge, unabhängig geprüft.
Häufig gestellte Fragen
4 FragenWelchen Rezeptor nennt die Publikation von 1990?
Ist CBGA dasselbe wie THC?
Welche THC-Zahl steht im stärksten Öl unserer Reihe?
Was war vor 1964 über das Molekül bekannt?
Über diesen Artikel
Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 26. August 2026
Literatur (3)
- [1]Gaoni, Y. and Mechoulam, R. (1964). Isolation, structure, and partial synthesis of an active constituent of hashish. DOI: https://doi.org/10.1021/ja01062a046
- [2]Matsuda, L.A. et al. (1990). Structure of a cannabinoid receptor and functional expression of the cloned cDNA. DOI: https://doi.org/10.1038/346561a0
- [3]Fellermeier, M. and Zenk, M.H. (1998). Prenylation of olivetolate by a hemp transferase yields cannabigerolic acid, the precursor of tetrahydrocannabinol. DOI: https://doi.org/10.1016/s0014-5793(98)00450-5
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