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Was ist CBG? Cannabigerol und die Säure am Anfang

Definition
CBG ist die Kurzform von Cannabigerol, einem Cannabinoid aus dem Hanf. In der Pflanze liegt es zuerst als Säure vor, als Cannabigerolsäure oder CBGA, und diese Säure ist das erste Cannabinoid-Säuremolekül im Hanf sowie der Punkt, an dem sich die weiteren Linien verzweigen [1]. In reifen Pflanzen bleibt davon meist unter 1 % übrig.
Cannabigerol fängt als Säure an
Kleine Braunglasflasche, Küchentisch, das Licht der Lampe darüber. Auf dem Etikett stehen drei Buchstaben und eine Prozentzahl: CBG, 5 %. Wer CBD kennt, hält hier kurz an. Gleiches Muster, anderer Mittelbuchstabe, und das Vorwissen passt nur zur Hälfte. Die Antwort liegt nicht auf dem Etikett. Sie liegt in der Pflanze und in einer Arbeit aus dem Jahr 1998.
Cannabigerol ist ein Cannabinoid aus dem Hanf. In der lebenden Pflanze liegt es zunächst nicht als CBG vor, sondern als Säure: Cannabigerolsäure, im Kürzel CBGA. Diese Säure ist das erste Cannabinoid-Säuremolekül, das im Hanf entsteht, und sie ist der Punkt, an dem sich alle nachgeordneten Linien verzweigen [1].
Der Reaktionsschritt aus der Arbeit von 1998
Fellermeier und Zenk beschrieben 1998 den Vorgang, mit dem die Reihe beginnt. Eine Transferase aus dem Hanf überträgt einen Prenylrest auf Olivetolat. Was dabei herauskommt, ist Cannabigerolsäure, und in dieser Arbeit steht sie ausdrücklich als Vorläufer von Tetrahydrocannabinol [1]. Zwei Ausgangsstoffe, ein Enzym, ein Produkt. Kürzer lässt sich der Anfang eines Cannabinoids kaum notieren.
CBGA als Verzweigungspunkt
Das A am Ende des Kürzels markiert die Säureform. Weil CBGA zuerst gebildet wird, hängt der Rest der Familie daran: die weiteren Cannabinoid-Säuren gehen von dieser einen Substanz aus [1]. Daraus stammt die Bezeichnung Mutter-Cannabinoid. Sie ist kein Ehrentitel, sondern eine Ortsangabe im Stoffwechselweg. Zwei Kürzel, ein Paar: CBGA für die Säureform, CBG für die neutrale Form, die auf Etiketten steht. Und dass CBGA zuerst kommt, ist eine Fundstelle in der Fachliteratur, kein Slogan [1][2].
Reife Pflanzen und der Rest unter einem Prozent
Wer sich mit CBG beschäftigt, stößt schnell auf die Beobachtung, dass davon wenig im Pflanzenmaterial steckt. Der Grund liegt genau an dem Verzweigungspunkt von oben. CBGA bleibt nicht liegen. Es wird weiterverarbeitet. Das ist keine Marktlage, sondern Pflanzenchemie: die Pflanze braucht diese Säure als Ausgangsstoff, nicht als Endprodukt.
Drei Linien, drei Synthasen
Enzyme aus der Gruppe der Synthasen nehmen CBGA auf und führen es in getrennte Linien weiter: zu THCA, zu CBDA, zu CBCA [1]. Jede Linie hat ihr eigenes Enzym, und welche davon in einer bestimmten Pflanze überwiegt, ist eine Frage der Sortengenetik [1]. Am Ende einer Ernte steht deshalb ein Profil und nicht ein Drittel je Linie. Bis zur Reife ist diese Umwandlung weitgehend abgeschlossen.
Was von der Ausgangssäure übrig bleibt, ist entsprechend wenig: reife Pflanzen behalten meist unter 1 % CBG [1]. Wer nach CBGA Öl sucht, sucht nach der Säureform und damit nach einem anderen Molekül als CBG.
Unter 1 % ist eine Arbeitszahl
Diese Angabe ist eine Arbeitszahl, keine feste Konstante. Drei Größen verschieben sie: die Sorte, die Anbaubedingungen und der Erntetermin. Zwei Reihen derselben Sorte, an verschiedenen Tagen geschnitten, können unterschiedlich ausfallen. Für Texte über Hanf heißt das: unter 1 % ist eine brauchbare Orientierung, aber kein Wert, der sich von einem Datenblatt in ein anderes übertragen lässt. Nachprüfbar wird eine Menge erst dort, wo sie gemessen und je Charge ausgewiesen ist.
Milligramm, Milliliter und die Prozentzahl
Zurück auf den Küchentisch. Die Prozentzahl auf dem Etikett ist keine Note und kein Qualitätssiegel, sondern eine Rechnung mit zwei bekannten Größen: Cannabinoidgewicht geteilt durch Flaschenvolumen. Suchanfragen wie CBG Öl 5 oder CBG Öl 10 meinen genau diese Zahl. Prozent und Milligramm beschreiben dieselbe Menge, nur in verschiedenen Einheiten.
500 mg CBG und 250 mg CBD je 10 ml
Das CBG Öl von Cibdol nennt zwei Summen: 500 mg CBG und 250 mg CBD in 10 ml. Rechnen Sie nach. 500 mg auf 10 ml ergeben 5 %, 250 mg auf 10 ml ergeben 2,5 %. Bei einer 10-ml-Flasche ist der Weg von Milliliter zu Prozent besonders kurz, weil keine Umrechnung dazwischen liegt. Wer nach CBD und CBG Öl sucht, findet hier zwei Cannabinoide in einer Flasche, jedes mit eigener Zahl. Das Chargenzertifikat dieses Öls weist einen THC-Gehalt von 0,000 % aus.
Olivenöl als Grundlage der Flasche
Cannabinoide sind öllöslich. Deshalb steht in der Flasche eine Trägerbasis, und beim CBG Öl ist das Olivenöl: lebensmitteltauglich und stabil. Zwei Zeilen beschreiben die Flasche damit vollständig. Erstens der Auszug mit seinen Cannabinoiden und den zugehörigen Summen in Milligramm, zweitens das Öl, das ihn trägt. Wer beim Vergleich mehrerer Flaschen den Begriff CBG Öl kaufen in das Suchfeld tippt, landet am Ende bei genau diesen beiden Angaben und beim Prüfbericht der Charge.
Der Belegstand rund um Cannabigerol
Zur Chemie von CBGA gibt es eine klare Fundstelle. Zur Rolle einzelner Cannabinoide beim Menschen sieht die Lage anders aus, und das gehört zu einer ehrlichen Auskunft dazu.
Ein Verzeichnis von 2005 und die Breite der Familie
ElSohly und Slade legten 2005 eine Zusammenstellung der chemischen Bestandteile vor. Der Befund, den diese Arbeit trägt: Cannabis ist eine komplexe Mischung natürlicher Cannabinoide und nicht ein einziger Bestandteil, der allein gezählt werden könnte [2]. Diese Breite der Familie steckt auch hinter dem Unterschied zwischen einer Zusammensetzung mit CBD und CBG und einem Isolat, in dem ein einzelnes Cannabinoid steht. Das ist eine Aussage über die Zusammensetzung, nicht mehr. Ein Verzeichnis dieser Art zählt auf, was gefunden wurde. Wie viel davon in einer bestimmten Flasche steckt, sagt es nicht; dafür ist die Analyse je Charge da.
Was 1998 und 2005 nicht festhalten
Zwei Jahresangaben, zwei Reichweiten. Die Arbeit von 1998 beschreibt einen Reaktionsschritt in der Pflanze [1]. Die Zusammenstellung von 2005 ordnet Bestandteile [2]. Beide bleiben bei dem, was sie gemessen und aufgelistet haben. Wer im Suchfeld beim Endocannabinoid System oder beim cannabinoide System landet, ist bei einer anderen Frage als der nach der Bildung von CBGA im Hanf, und diese beiden Fundstellen beantworten sie nicht. Cibdol arbeitet seit 2014 mit Cannabinoiden, und die Forschung zu diesem Molekül ist nicht abgeschlossen. Erscheinen genauere Untersuchungen, wird dieser Eintrag fortgeschrieben.
Vom Molekül bis zum Chargenzertifikat
Elf Notizen, in der Reihenfolge, in der sie sich ordnen lassen: von der Reaktion in der Pflanze bis zu der Zeile, die ein Labor je Charge unterschreibt.
- CBG ist die Kurzform von Cannabigerol, einem Cannabinoid aus dem Hanf.
- Die Säureform trägt das Kürzel CBGA und ist das erste Cannabinoid-Säuremolekül der Pflanze [1].
- Fellermeier und Zenk beschrieben 1998 die Reaktion: ein Prenylrest geht auf Olivetolat über, Produkt ist Cannabigerolsäure, geführt als Vorläufer von Tetrahydrocannabinol [1].
- Von CBGA zweigen über Synthasen die Linien zu THCA, CBDA und CBCA ab [1].
- Welche dieser Linien in einer Pflanze überwiegt, steht in der Genetik der Sorte [1].
- Bis zur Reife ist die Umwandlung weitgehend abgeschlossen, und reife Pflanzen behalten meist unter 1 % CBG [1].
- Die Angabe unter 1 % ist eine Arbeitszahl; Sorte, Anbaubedingungen und Erntetermin verschieben sie.
- Prozent auf einem Etikett bedeutet Cannabinoidgewicht geteilt durch Flaschenvolumen.
- 500 mg auf 10 ml sind 5 %, 250 mg auf 10 ml sind 2,5 %.
- Das CBG Öl von Cibdol nennt 500 mg CBG und 250 mg CBD je 10 ml, mit Olivenöl als Trägerbasis.
- Im Chargenzertifikat dieses Öls steht ein THC-Gehalt von 0,000 %.
CBG in Tabellenform
Drei Spalten reichen für dieses Thema: die Angabe, ihr Inhalt und die Stelle, an der sie steht. Manche Zeilen stammen aus der Fachliteratur, andere vom Etikett und aus dem Prüfbericht. Diese Trennung ist der eigentliche Punkt, denn eine Zahl aus einer Publikation und eine Zahl aus einer Charge sind zwei verschiedene Dinge, auch wenn dieselbe Substanz darin vorkommt.
| Angabe | Inhalt | Fundstelle |
|---|---|---|
| Erste Cannabinoid-Säure im Hanf | Cannabigerolsäure, Kürzel CBGA, Verzweigungspunkt für alles Nachgeordnete | Fellermeier und Zenk, 1998 [1] |
| Reaktionsschritt | Prenylrest auf Olivetolat, Produkt CBGA, geführt als Vorläufer von Tetrahydrocannabinol | Arbeit von 1998 [1] |
| Verzweigung | Synthasen führen CBGA in die Linien THCA, CBDA und CBCA, die Dominanz liegt bei der Sortengenetik | Arbeit von 1998 [1] |
| Gehalt bei Reife | meist unter 1 %, verschoben durch Sorte, Anbaubedingungen und Erntetermin | Arbeit von 1998 [1] |
| Etikettenzahl | Cannabinoidgewicht je Flaschenvolumen: 500 mg auf 10 ml sind 5 %, 250 mg sind 2,5 % | Etikett CBG Öl |
| Trägerbasis | Olivenöl, lebensmitteltauglich und stabil, passend zu öllöslichen Cannabinoiden | Etikett CBG Öl |
| Familienbreite | komplexe Mischung natürlicher Cannabinoide statt eines einzelnen Bestandteils | ElSohly und Slade, 2005 [2] |
| Charge | THC-Gehalt von 0,000 % im Zertifikat dieses Öls | Chargenzertifikat |
Damit steht auf dem Tisch, was sich zu CBG prüfen lässt: eine Reaktion aus dem Jahr 1998, ein Verzeichnis aus dem Jahr 2005, zwei Summen in Milligramm, eine Grundlage aus Olivenöl und ein Prüfbericht je Charge. Alles andere zu diesem Molekül steht in einer Fachliteratur, die noch in Bewegung ist.
Häufig gestellte Fragen
4 FragenWas ist der Unterschied zwischen CBGA und CBG?
Was sagt die Angabe 5 % auf einem CBG Öl aus?
Weist das CBG Öl von Cibdol neben CBG auch CBD aus?
Wovon hängt es ab, wie viel CBG eine Hanfpflanze enthält?
Über diesen Artikel
Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 26. August 2026
Literatur (2)
- [1]Fellermeier, M. and Zenk, M.H. (1998). Prenylation of olivetolate by a hemp transferase yields cannabigerolic acid, the precursor of tetrahydrocannabinol. DOI: https://doi.org/10.1016/s0014-5793(98)00450-5
- [2]ElSohly, M.A. and Slade, D. (2005). Chemical constituents of marijuana: the complex mixture of natural cannabinoids. DOI: https://doi.org/10.1016/j.lfs.2005.09.011
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