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CBG und CBD: Herkunft, Menge, Etikett

Definition
CBG und CBD sind zwei Cannabinoide aus der Hanfpflanze, die im Stoffwechsel am selben Punkt beginnen: Cannabigerolsäure entsteht zuerst, die Säureform von CBD folgt auf einem anderen Zweig desselben Wegs. Im ausgereiften Erntegut ist CBD reichlich vorhanden, CBG bleibt unter 1 %. Dieser Mengenunterschied ist der Grund, warum die beiden Öle im Katalog unterschiedlich aufgebaut sind.
Zwei Cannabinoide, eine Pflanze
Warum steht CBG auf der einen Flasche und CBD auf der nächsten, wenn beide aus derselben Pflanze kommen? Die Frage klingt größer, als sie ist. Sie zerfällt in vier nüchterne Teile, und jeder davon lässt sich einzeln beantworten.
Der erste Teil betrifft die Pflanze: Wo im Hanf entsteht welches Molekül, und in welcher Reihenfolge? Der zweite Teil ist eine Mengenfrage, und Mengen schlagen sich im Preis nieder. Der dritte Teil steht auf dem Etikett, also im Flascheninhalt, den ein Hersteller angeben kann. Der vierte Teil ist der direkte Vergleich zweier Etiketten, Zeile für Zeile.
Im Suchfeld tauchen beide Namen oft gemeinsam auf, etwa als CBD CBG Öl. Das passt zur Sache, denn bei Cibdol steht CBG neben CBD und nicht an seiner Stelle. Wie das gemeint ist, zeigt weiter unten das Etikett. Vorher lohnt der Blick in die Pflanze, denn dort beginnt der Unterschied.
Verbunden sind die beiden auch über das Forschungsfeld. Das Endocannabinoid System ist der Ausgangspunkt der Cannabinoidforschung, und von dort aus wird über CBD genauso gesprochen wie über CBG. Der Name eines Cannabinoids sagt zunächst nur, welches Molekül gemeint ist, und nichts über die Menge in einer Flasche.
- Herkunftspunkt in der Pflanze: welches Molekül zuerst entsteht und welches daraus folgt
- Häufigkeit im Erntegut und was diese Häufigkeit für den Preis bedeutet
- Der Flascheninhalt bei Cibdol, in Milligramm und Prozent je 10-ml-Flasche
- Etikett gegen Etikett: eine Prozentangabe auf der einen Seite, zwei Cannabinoide auf der anderen
- Das Endocannabinoid System als gemeinsamer Ausgangspunkt der Forschung zu beiden Molekülen
Der Weg beginnt bei CBGA
In der Reihenfolge der Biosynthese kommt CBGA zuerst, CBDA folgt danach. Das ist keine Deutung, sondern eine Abfolge im Stoffwechsel der Pflanze.
Fellermeier und Zenk beschrieben 1998, wie ein Transferase-Enzym aus Hanf eine Prenylgruppe auf Olivetolat überträgt. Das Produkt dieser Reaktion ist Cannabigerolsäure, kurz CBGA, und dieselbe Arbeit führt CBGA als Vorläuferverbindung von Tetrahydrocannabinol [1].
Der Weg endet dort nicht. Von derselben Vorläuferverbindung zweigen weitere Äste ab, und einer dieser Äste führt zu Cannabidiolsäure, kurz CBDA, der Säureform von CBD [1]. Zwei Namen, ein gemeinsamer Startpunkt.
Dass daneben noch viel mehr steht, zeigt die Übersichtsarbeit von ElSohly und Slade aus dem Jahr 2005, die die chemischen Bestandteile der Pflanze zusammenträgt [2]. Die Cannabinoidfamilie ist groß. CBD und CBG sind die beiden Mitglieder, die bei uns in Flaschen kommen und je Charge geprüft werden.
Wichtig für den Vergleich: Die Reihenfolge im Stoffwechsel sagt nichts darüber, wie viel von einem Molekül am Ende im Erntegut steckt. Das ist die nächste Frage, und sie fällt ganz anders aus.
- Enzym: eine Transferase aus Hanf, beschrieben 1998 [1]
- Ansatzpunkt: Olivetolat, auf das eine Prenylgruppe übertragen wird [1]
- Produkt: Cannabigerolsäure (CBGA), Vorläuferverbindung von Tetrahydrocannabinol [1]
- Verzweigung: ein weiterer Ast desselben Wegs führt zu Cannabidiolsäure (CBDA), der Säureform von CBD [1]
- Reihenfolge: zuerst CBGA, danach CBDA
- Umfeld: eine Bestandsaufnahme der pflanzlichen Inhaltsstoffe aus dem Jahr 2005 [2]
Unter 1 %, und was daraus folgt
- Ausgereiftes Hanf-Erntegut ist reich an CBD. Das ist der nüchterne Ausgangspunkt jeder Mengenrechnung, und er hat nichts mit dem Regal zu tun, sondern mit der Pflanze zum Erntezeitpunkt.
- CBG liegt im selben Erntegut unter 1 %. Zwei Angaben, dieselbe Pflanze: einmal reichlich vorhanden, einmal ein Bruchteil davon.
- Was unter 1 % liegt, muss aus mehr Material zusammengetragen werden als eine Verbindung, die sich in der Pflanze angesammelt hat. Das ist Arbeit an der Menge, nicht am Molekül.
- Genau diese Sammelarbeit ist der Kostentreiber hinter CBG. Der Unterschied im Preis stammt also aus der Ernte, nicht aus dem Etikett und nicht aus der Verpackung.
- Auf der CBD-Seite folgt daraus eine Reihe: 5 % bis 40 %, jeweils in der 10-ml-Flasche, immer dasselbe Format.
- Auf der CBG-Seite folgt daraus eine einzige Formel: 500 mg CBG und 250 mg CBD je 10-ml-Flasche, im Verhältnis 2:1.
- Das Chargenzertifikat zum CBG Öl weist einen THC-Gehalt von 0,000 % aus. Diese Zeile gehört zur geprüften Charge und nicht zum allgemeinen Reden über Hanf.
- Im Suchfeld erscheinen Varianten wie CBG Öl 5 oder CBG Öl 10. Bei uns benennt das Etikett stattdessen zwei Milligrammangaben, weil hier zwei Cannabinoide in einer Flasche stehen.
- Reihenfolge und Häufigkeit bleiben zwei getrennte Fragen. CBGA steht am Anfang des Stoffwechselwegs, CBD steht am Ende der Ernte in großer Menge zur Verfügung.
Zahlen auf zwei Etiketten
Die Prozentzahl nennt einen Anteil
Das CBD Öl von Cibdol gibt es von 5 % bis 40 %, immer in der 10-ml-Flasche. Die Zahl vorn nennt den Anteil, nicht die Gesamtmenge in der Flasche. Auf 10 ml umgerechnet ergeben 5 % genau 500 mg CBD. Bei 40 % stehen 4000 mg auf derselben Flaschengröße. Zwei Angaben, die zusammengehören: der Anteil auf dem Etikett und die Summe, die daraus folgt. Wer beide Zeilen liest, vergleicht zwei Öle in Sekunden. Die 500 mg sind übrigens dieselbe Zahl, die beim CBG auf dem anderen Etikett steht. Gleiche Zahl, anderes Cannabinoid.
Verhältnis 2:1 in einer Formel
Beim CBG Öl steht keine Prozentzahl im Namen, sondern zwei Milligrammangaben: 500 mg CBG und 250 mg CBD je 10-ml-Flasche. Daraus ergibt sich das Verhältnis 2:1 und in der Summe 750 mg Cannabinoide aus zwei Verbindungen. Die Flasche mit 5 % kommt auf 500 mg aus einer Verbindung. Damit ist der Etikettenvergleich fertig: gleiche Flaschengröße, andere Rechenweise, andere Zusammensetzung. Dazu kommt die Zeile aus dem Bericht zur Charge, die einen THC-Gehalt von 0,000 % ausweist. Wer CBG Öl mit CBD Öl vergleicht, stellt also keine zwei Prozentzahlen gegenüber, sondern eine Prozentangabe und ein Verhältnis.
Zwei Zeilen im Katalog
Auf der CBD-Seite steht das häufigere Cannabinoid. Ein Cannabinoid, ein Flaschenformat, und eine Reihe von Konzentrationen von 5 % bis 40 %, aus der sich nach eigener Vorliebe wählen lässt. Wer die Zahl vorn als Anteil liest, hat dieses Etikett schon verstanden.
Auf der CBG-Seite steht das seltenere Ende der Pflanze. Dort gibt es eine Formel: 500 mg CBG und 250 mg CBD je 10-ml-Flasche. CBG wird also neben CBD genannt, nicht anstelle von CBD. Wer CBG Öl kaufen möchte, findet genau diese eine Zusammensetzung, und dazu das Zertifikat der Charge mit einem THC-Gehalt von 0,000 %.
Der Mengenunterschied bleibt dabei bestehen, egal welche Flasche im Regal steht. Reifer Hanf liefert CBD im Überfluss, CBG bleibt unter 1 %, und diese eine Zahl erklärt beide Katalogzeilen besser als jede lange Erklärung.
Die Cannabinoidfamilie selbst ist groß. Die Übersicht von ElSohly und Slade aus dem Jahr 2005 hält fest, wie viele chemische Bestandteile in dieser Pflanze beschrieben sind [2]. CBD und CBG sind die beiden Namen, die bei Cibdol in die Flasche kommen und je Charge unabhängig geprüft werden. Das Endocannabinoid System bleibt der Ausgangspunkt der Forschung zu beiden Molekülen, und es steht in der Fachliteratur, nicht auf dem Etikett.
Seit 2014 gilt bei uns eine einzige Disziplin: den Inhalt veröffentlichen. Das Etikett ist vor dem Kauf nachlesbar, und dieselben Zahlen finden sich im Bericht zur Charge wieder. Der Unterschied zwischen CBG Öl und CBD Öl ist damit keine Vertrauensfrage, sondern eine Frage zweier Etiketten.
Häufig gestellte Fragen
4 FragenWas beschreibt die Arbeit von Fellermeier und Zenk aus dem Jahr 1998?
Wie viel CBG steckt im ausgereiften Hanf-Erntegut?
Ist die Zahl vor dem Prozentzeichen eine Gesamtmenge?
Welche beiden Cannabinoide füllt Cibdol ab?
Über diesen Artikel
Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 26. August 2026
Literatur (2)
- [1]Fellermeier, M. and Zenk, M.H. (1998). Prenylation of olivetolate by a hemp transferase yields cannabigerolic acid, the precursor of tetrahydrocannabinol. DOI: https://doi.org/10.1016/s0014-5793(98)00450-5
- [2]ElSohly, M.A. and Slade, D. (2005). Chemical constituents of marijuana: the complex mixture of natural cannabinoids. DOI: https://doi.org/10.1016/j.lfs.2005.09.011
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