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Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat im Vergleich

Definition
Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat sind drei Etikettenwörter für den Hanfauszug in einer Flasche: der breitere Auszug aus der Pflanze, ein Auszug, dessen Analyse weniger Cannabinoidzeilen führt, und das einzelne Cannabinoid ohne Begleitstoffe. Alle drei sagen etwas über die Zusammensetzung, nichts über die Menge CBD. Die Menge steht als Prozentwert auf dem Etikett, die Zahlen dazu im Bericht zur Charge.
Begriffe zuerst, Prozente später
Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat sagen etwas über den Auszug in der Flasche, nicht über die Menge CBD darin. Vollspektrum bezeichnet den breiteren Auszug aus der Pflanze. Breitspektrum bezeichnet einen Auszug, dessen Chargenanalyse weniger Cannabinoidzeilen führt. Isolat bezeichnet ein einzelnes Cannabinoid ohne Begleitstoffe. Drei Angaben zur Zusammensetzung also, keine zur Konzentration.
Warum diese Unterscheidung überhaupt nötig ist, zeigt ein Blick auf das Ausgangsmaterial. Die Arbeit von ElSohly und Slade aus dem Jahr 2005 beschreibt es als komplexes Gemisch natürlicher Cannabinoide, dazu Terpene und weiteres Pflanzenmaterial [1]. Ein Auszug kann große Teile dieses Gemisches mitnehmen. Er kann auch auf eine einzige Verbindung zurückgeführt werden. Genau dort trennen sich die drei Etikettenwörter voneinander.
Ein Beispiel sortiert die meisten Fragen. Ein CBD Isolat Öl mit 10 % und ein CBD Vollspektrum Öl mit 10 % enthalten dieselbe Menge CBD. Der Unterschied steht nicht in der Prozentzahl, sondern in der Analyse darunter: die eine Flasche führt eine Cannabinoidzeile, die andere mehrere. „Voll“ heißt hier breiter, nicht mehr CBD. Wer zwei Flaschen nebeneinander legt, liest deshalb zuerst den CBD-Anteil und danach, welche weiteren Verbindungen das Labor gefunden hat.
Der häufigste Irrtum steckt schon im Wort. Vollspektrum klingt nach mehr und meint breiter. Diese Trennung von Menge und Zusammensetzung ist der Kern des ganzen Vergleichs, und sie erklärt auch, warum sich zwei Etiketten mit derselben Prozentzahl gegenseitig nicht widerlegen.
Bei Cibdol arbeiten wir seit 2014 mit Cannabinoiden, und die Reihenfolge beim Nachlesen ist immer dieselbe: erst das Etikett, dann der Chargenbericht. Das Etikett nennt den Begriff und den Prozentwert. Der Bericht nennt Zahlen, Charge für Charge. Beides gehört zusammen, weil ein Begriff keine Laborzeile ersetzt.
Damit wird aus der Frage, welches Spektrum das richtige ist, eine Frage nach den eigenen Kriterien. Wer ein einzelnes Cannabinoid ohne weitere Pflanzenstoffe im Glas möchte, landet beim Isolat. Wer das breitere Profil möchte, landet beim Vollspektrum Hanföl oder bei einem Breitspektrum-Auszug. Und wer wissen will, was genau darin steckt, landet in allen drei Fällen bei derselben Unterlage.
Kurz: Der Begriff ordnet ein, die Analyse beziffert. In dieser Reihenfolge lässt sich jedes Regal durchgehen, unabhängig davon, welches Wort vorne auf der Schachtel steht.
Die Fundstellen hinter dem breiteren Profil
Der Entourage-Effekt hat ein Datum. Geprägt wurde der Begriff in der Arbeit von Ben-Shabat und Kollegen aus dem Jahr 1998, einer Untersuchung im Umfeld des Endocannabinoid-Systems [2]. Im Blick waren körpereigene Fettsäure-Glycerolester. Für sich genommen zeigten diese Substanzen im Versuch keine eigene Aktivität, in ihrer Gegenwart fiel die Cannabinoid-Aktivität von 2-Arachidonoylglycerol höher aus [2].
Wichtig ist, worüber diese Fundstelle spricht: über körpereigene Substanzen im Laborversuch, nicht über ein Öl im Regal [2]. Das Wort ist damit älter als die Etiketten, auf denen es heute auftaucht. Wer es im Zusammenhang mit Vollspektrum liest, liest eine Hypothese samt Herkunft.
Der zweite Bezugspunkt ist die Übersichtsarbeit von Russo aus dem Jahr 2011 [3]. Sie überträgt den Gedanken auf Pflanzenstoffe und schlägt ein Zusammenspiel von Cannabinoiden aus der Pflanze und Terpenoiden vor. Die Arbeit trägt eine Synergie zwischen Phytocannabinoiden und Terpenoiden zusammen und ordnet mögliche Interaktionsstellen [3]. Belegstufe: eine Übersicht mit einem Vorschlag.
Von 2-AG zum Pflanzenauszug
Zwischen den beiden Veröffentlichungen wechselt der Gegenstand. 1998 ging es um körpereigene Ester und ein Endocannabinoid [2], 2011 um Cannabinoide und Terpenoide aus der Pflanze [3]. Der Anschluss an die Pflanzenanalyse liegt nahe: Wenn das Material ein komplexes Gemisch aus Cannabinoiden, Terpenen und weiteren Bestandteilen ist [1], dann ist die Frage nach einem Zusammenspiel zumindest gestellt.
Für den Vergleich der drei Auszugsformen ergeben sich daraus zwei nüchterne Punkte. Erstens ist der Begriff nachlesbar, mit Jahr, Autoren und Gegenstand [2][3]. Zweitens beschreibt ein Vollspektrum-Etikett eine breitere Zusammensetzung, und was ein bestimmtes Öl an Cannabinoiden mitbringt, steht im Bericht zur Charge.
Deshalb bleibt die Reihenfolge bei uns unspektakulär. Das breitere Profil wird gemessen und ausgewiesen, nicht angenommen. In der 2.0 Formel sind CBC, CBG, CBN und CBDA neben CBD standardisiert, und die Zahlen dazu kommen aus der Analyse der jeweiligen Charge. Ein Etikettenwort bleibt ein Etikettenwort, bis eine Zeile darunter steht.
Und ein Punkt, der beim Lesen der Fachliteratur oft untergeht: Beide Arbeiten beschreiben Gemische. Eine einzelne Verbindung im Glas ist damit kein Gegenstand dieser beiden Veröffentlichungen [2][3]. Für ein Isolat heißt das nicht mehr und nicht weniger, als dass die Frage nach dem Zusammenspiel dort nicht gestellt wird. Der CBD-Anteil auf dem Etikett bleibt in beiden Fällen dieselbe Angabe. Mehr steht in den zitierten Quellen nicht.
Drei Spalten, elf Zeilen
| Merkmal | Vollspektrum | Breitspektrum | Isolat |
|---|---|---|---|
| Etikettenwort | Nennt den breiteren Auszug aus der Pflanze. | Nennt einen Auszug, dessen Analyse weniger Cannabinoidzeilen führt. | Nennt ein einzelnes Cannabinoid ohne Begleitstoffe. |
| Was der Begriff festlegt | Die Zusammensetzung des Auszugs, nicht die Menge CBD. | Die Zusammensetzung, ebenfalls ohne Angabe zur Menge. | Die Zusammensetzung, reduziert auf eine Verbindung. |
| Cannabinoide im Bericht | Mehrere Zeilen, bei Cibdol CBD zusammen mit CBC, CBG, CBN und CBDA. | Welche Zeilen geführt werden, weist die Analyse der Charge aus. | CBD als Zeile, die Analyse eines Isolats fällt entsprechend kürzer aus. |
| Zeile zu THC | Im Sortiment von Cibdol bei mehreren Konzentrationen als nicht nachweisbar ausgewiesen, bei der höchsten geführten Konzentration mit 0,03 %. | Steht im Chargenzertifikat des jeweiligen Produkts. | Steht im Chargenzertifikat des jeweiligen Produkts. |
| Terpene und Pflanzenmaterial | Die Analyse von 2005 beschreibt Cannabinoide, Terpene und weiteres Pflanzenmaterial im Ausgangsstoff [1]. | Was in den Auszug gelangt, geht aus den Unterlagen zum Produkt hervor. | Der Begriff bezeichnet die einzelne Verbindung, nicht das Gemisch. |
| 10 % auf der Flasche | 10 % Vollspektrum: dieselbe Menge CBD wie 10 % Isolat. | Die Prozentzahl bezieht sich auf CBD, wie bei den anderen beiden. | 10 % Isolat: dieselbe Menge CBD wie 10 % Vollspektrum. |
| Entourage-Begriff | Herkunft in der Arbeit von 1998 [2], Übertragung auf Pflanzenstoffe 2011 [3]. | Dieselben zwei Fundstellen, dieselbe offene Frage nach der Menge. | Die Arbeiten von 1998 und 2011 beschreiben Gemische, nicht Einzelstoffe [2][3]. |
| Wo es sich prüfen lässt | Etikett zuerst, danach der Bericht zur Charge. | Ebenso: Begriff auf dem Karton, Zahlen im Zertifikat. | Auch hier entscheidet die Analyse, nicht das Wort. |
| Was der Begriff nicht sagt | Nichts über die Menge einer einzelnen Verbindung in der Flasche. | Nichts über die Zahlen der aktuellen Charge. | Nichts über die Konzentration auf der Vorderseite. |
| Angabe auf der Faltschachtel | Bei unseren Ölen der Hinweis auf einen breiteren Auszug mit CBD, CBC, CBG, CBN und CBDA, geführt als 2.0 Formel. | Was dort steht, gehört zum jeweiligen Produkt. | Der Karton nennt CBD als einzelnes Cannabinoid. |
| Fragen, die offen bleiben | Die Übersicht von 2011 nennt Interaktionsstellen, keine Mengen [3]. | Die Zahlen einer Charge stehen im Zertifikat, nicht im Begriff. | Die zitierten Arbeiten beziehen sich auf Gemische [2][3]. |
Cibdol 2.0 und die Zeile zu THC
Auf der Faltschachtel unserer Öle steht der Hinweis auf einen breiteren Auszug: CBD zusammen mit CBC, CBG, CBN und CBDA, geführt als 2.0 Formel. Das ist eine Angabe zur Zusammensetzung. Die Mengen dazu stehen an einer anderen Stelle, nämlich im Bericht zur Charge. So liest sich eine Flasche in zwei Schritten.
Standardisiert heißt in diesem Fall: das breitere Profil wird gemessen, nicht angenommen. CBC, CBG, CBN und CBDA sind in der 2.0 Formel neben CBD festgelegt, und die Analyse zeigt, was in der jeweiligen Charge davon zusammengekommen ist. Wer die Zahl zu einem einzelnen Cannabinoid sucht, findet sie dort und nicht auf der Vorderseite.
Dann die Zeile, nach der am häufigsten gefragt wird. Bei mehreren Konzentrationen weist das Chargenzertifikat THC als nicht nachweisbar aus, bei der höchsten geführten Konzentration mit 0,03 %. Die Angabe gehört zum Bericht der passenden Charge, nicht zum Etikettenwort. Wer nach dem Unterschied zwischen THC und CBD auf einer Flasche fragt, findet ihn genau hier: der CBD-Anteil steht vorne als Prozentwert, die THC-Zeile im Zertifikat.
- Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat beschreiben den Auszug; der Prozentwert auf der Flasche beschreibt die Menge CBD.
- 10 % Isolat und 10 % Vollspektrum: gleiche Menge CBD, unterschiedliche Analyse darunter.
- Die Arbeit von ElSohly und Slade aus dem Jahr 2005 beschreibt ein komplexes Gemisch natürlicher Cannabinoide, dazu Terpene und weiteres Pflanzenmaterial [1].
- Der Entourage-Effekt geht auf die Untersuchung von 1998 zu körpereigenen Fettsäure-Glycerolestern und 2-Arachidonoylglycerol zurück [2].
- Die Übersicht von Russo aus dem Jahr 2011 schlägt ein Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenoiden aus der Pflanze vor und ordnet Interaktionsstellen [3].
- In der 2.0 Formel sind CBC, CBG, CBN und CBDA neben CBD standardisiert, mit Zahlen aus der Analyse.
- THC: bei mehreren Konzentrationen im Chargenzertifikat als nicht nachweisbar ausgewiesen, bei der höchsten geführten Konzentration mit 0,03 %.
- Ein CBD Vollspektrum Öl und ein Isolat unterscheiden sich in der Zeilenzahl des Berichts, nicht zwangsläufig im CBD-Anteil.
- Was ein Karton als Zusammensetzung nennt, beziffert erst die Analyse der jeweiligen Charge.
- Reihenfolge beim Nachlesen: erst das Etikett, dann der Bericht zur Charge.
Häufig gestellte Fragen
4 FragenBedeutet Vollspektrum, dass mehr CBD in der Flasche ist?
Welche Cannabinoide nennt die 2.0 Formel neben CBD?
Welche THC-Angabe führen die Chargenzertifikate?
Woher stammt der Begriff Entourage-Effekt?
Über diesen Artikel
Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 26. August 2026
Literatur (3)
- [1]ElSohly, M.A. and Slade, D. (2005). Chemical constituents of marijuana: the complex mixture of natural cannabinoids. DOI: https://doi.org/10.1016/j.lfs.2005.09.011
- [2]Ben-Shabat et al. (1998). An entourage effect: inactive endogenous fatty acid glycerol esters enhance 2-arachidonoyl-glycerol cannabinoid activity. DOI: https://doi.org/10.1016/s0014-2999(98)00392-6
- [3]Russo (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. DOI: https://doi.org/10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
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