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Cannabinoide im Überblick: Pflanze, Körper, Vorläufer

Definition
Cannabinoide sind eine Stoffgruppe mit zwei Herkünften: Ein Teil kommt aus der Hanfpflanze, ein Teil entsteht im Körper selbst. Zur pflanzlichen Seite gehören CBD, CBG, CBN und THC samt ihren Säureformen, zur körpereigenen Anandamid und 2-AG. Diese Seite ordnet die Namen und nennt die Fundstellen dazu.
Acht Einträge, von der Pflanze bis zum Körper
| Cannabinoid | Herkunft | Was dazu notiert ist |
|---|---|---|
| CBD (Cannabidiol) | Aus der Hanfpflanze | Das Cannabinoid, mit dem die Cannabinoid-Arbeit bei Cibdol im Jahr 2014 begonnen hat. Grundlage waren veröffentlichte Belege und die eigene Extraktionsarbeit. Bis heute ist CBD der Ausgangspunkt, an dem sich die übrigen Namen einordnen lassen. |
| CBG (Cannabigerol) | Aus der Hanfpflanze | Kam bei Cibdol nach CBD hinzu. Im deutschen Suchfeld läuft es meist unter CBG Öl, häufig zusammen mit der Frage nach einem CBD CBG Öl. Der Name gehört zum Cannabigerol, dem neutralen Gegenstück zur Cannabigerolsäure. |
| CBN (Cannabinol) | Aus der Hanfpflanze | Ebenfalls später aufgenommen. Eine Zusammenstellung aus dem Jahr 2019 verzeichnet in Cannabis nur Spuren, also sehr kleine Mengen. Das N steht für Cannabinol, nicht für eine Säureform. |
| THC (Tetrahydrocannabinol) | Aus der Hanfpflanze | Fellermeier und Zenk benannten 1998 die Cannabigerolsäure als Vorläufer dieses Moleküls [2]. In dieser Tabelle steht THC damit am Ende eines beschriebenen Reaktionswegs. |
| CBGA (Cannabigerolsäure) | Aus der Hanfpflanze, Säureform | Entsteht laut derselben Arbeit von 1998, wenn eine Transferase aus Hanf eine Prenylgruppe auf Olivetolat überträgt [2]. Das A am Ende der Abkürzung verweist auf die Säure. |
| Anandamid | Im Körper gebildet | Steht in der Fachliteratur neben 2-AG als eines der beiden am häufigsten beschriebenen Endocannabinoide. Auch Anandamid wird nicht in der Pflanze gebildet. |
| 2-AG (2-Arachidonoylglycerol) | Im Körper gebildet | Das zweite Haupt-Endocannabinoid und in der Regel das mengenmäßig häufigere der beiden. Zu einem Vorkommen in Cannabis liegt hier keine Angabe vor. Die Abkürzung beginnt mit der Ziffer 2. |
| Die Gruppe als Ganzes | Pflanzlich und körpereigen | ElSohly und Slade legten 2005 eine Übersicht zu den chemischen Bestandteilen von Cannabis vor und ordneten diese als komplexe Mischung natürlicher Cannabinoide ein [1]. |
| Weiterführende Einträge | Eigene Seiten | CBN, das endocannabinoid system, Anandamid und 2-AG sind hier nur genannt und an anderer Stelle ausführlicher beschrieben. |
| Fundstellen | 1998 und 2005 | Zwei Arbeiten tragen diese Tabelle: der Reaktionsweg zur Cannabigerolsäure von 1998 [2] und der Bestand der chemischen Bestandteile von 2005 [1]. |
Pflanzlich oder körpereigen: zwei Herkünfte
Cannabinoide werden nicht an einer Stelle gebildet. Ein Teil entsteht in der Hanfpflanze, ein anderer im menschlichen Körper. Die Übersichtsarbeit von ElSohly und Slade aus dem Jahr 2005 sammelt die chemischen Bestandteile von Cannabis und ordnet sie schon in der Titelzeile als komplexe Mischung natürlicher Cannabinoide ein [1]. Komplex heißt hier: viele Einzelsubstanzen, nicht eine. Auf der anderen Seite stehen die körpereigenen Vertreter. Anandamid und 2-Arachidonoylglycerol, kurz 2-AG, werden im Organismus produziert. 2-AG gilt als zweites der beiden Haupt-Endocannabinoide und ist meist das mengenmäßig häufigere. Zu einem Vorkommen von 2-AG in Cannabis liegt in den hier zitierten Quellen keine Angabe vor. Genau deshalb braucht die Familie zwei Spalten und nicht eine.
Der Begriff endocannabinoid system steht in Suchfeldern oft direkt neben dieser Liste, gelegentlich auch als cannabinoide system getippt. Er beschreibt das Zusammenspiel aus Rezeptoren, körpereigenen Botenstoffen und Enzymen und hat bei uns einen eigenen Eintrag. Diese Seite bleibt bei den Namen, den Herkünften und den Fundstellen.
- Pflanzliche Seite: CBD, CBG, CBN und THC kommen im Hanf vor, dazu die Säureformen wie die Cannabigerolsäure.
- Körpereigene Seite: Anandamid und 2-AG entstehen im Organismus, nicht in der Pflanze.
- Mengen: Eine Zusammenstellung aus dem Jahr 2019 nennt für CBN in Cannabis Spuren, also sehr kleine Mengen.
- Reihenfolge in der Pflanze: 1998 wurde die Cannabigerolsäure als Vorläufer des Tetrahydrocannabinols beschrieben [2].
- Stand der Übersicht: Die Arbeit von 2005 hält den Bestand der chemischen Bestandteile fest, ohne eine Zahl für einzelne Ernten [1].
- Weiterlesen: CBN, das endocannabinoid system, Anandamid und 2-AG sind in eigenen Einträgen ausgeführt.
1998 im Labor: der Schritt vor dem THC
Eine einzelne Arbeit aus dem Jahr 1998 erklärt, warum die Säureformen in jeder Cannabinoid-Liste auftauchen. Fellermeier und Zenk untersuchten eine Transferase aus Hanf [2]. Eine Transferase ist ein Enzym, das ein Molekülstück von einer Stelle an eine andere versetzt. Hier wandert eine Prenylgruppe auf Olivetolat. Das Ergebnis dieser Übertragung ist die Cannabigerolsäure, und dieselbe Arbeit benennt diese Säure als Vorläufer des Tetrahydrocannabinols [2]. Drei Begriffe, ein Schritt. Wer die Namen anschließend sortiert, erkennt ein Muster: Die Säureformen stehen vorn, die neutralen Formen tragen dieselben Buchstaben ohne das A. CBGA gehört zur Cannabigerolsäure, CBG zum Cannabigerol. Und die Arbeit von 1998 nennt einen Reaktionsweg. Gehalte, Prozentzahlen oder einen Wert für eine bestimmte Ernte nennt sie nicht.
Prenylgruppe, Olivetolat, Cannabigerolsäure
Olivetolat ist der Ausgangsstoff auf der einen Seite, die Prenylgruppe das angehängte Stück auf der anderen. Das Enzym bringt beide zusammen. Damit war 1998 eine Verknüpfung im Stoffwechsel der Pflanze beschrieben, die zwei Namen aus der Cannabinoid-Liste miteinander verbindet [2]. Für den Rest der Familie ist das der Anschlusspunkt. CBD, CBG und CBN erscheinen in der Übersicht von 2005 als Teil derselben Mischung natürlicher Cannabinoide [1], und für CBN verzeichnet eine Zusammenstellung aus dem Jahr 2019 in Cannabis lediglich Spuren. Zwei Jahreszahlen, zwei Ebenen: 1998 der Reaktionsweg, 2005 der Bestand. Was darüber hinausgeht, steht in den Einträgen zu CBN, zum endocannabinoid system, zu Anandamid und zu 2-AG.
Drei Cannabinoide, seit 2014 in Arbeit
| Eintrag | Angabe | Unterlage oder Fundstelle |
|---|---|---|
| CBD | Das Cannabinoid, mit dem die Arbeit bei Cibdol 2014 gestartet ist. Im Suchfeld erscheint es häufig als CBD Vollspektrum Öl. | Etikett und die Analyse der jeweiligen Charge. |
| CBG | Nach CBD dazugekommen. Deutschsprachig wird meist nach CBG Öl gesucht, dazu nach der passenden Anwendung. | Etikett des CBG Öls, dazu ein eigener Eintrag. |
| CBN | Die zweite Ergänzung neben CBG. Eine Zusammenstellung aus dem Jahr 2019 verzeichnet in Cannabis nur Spuren. | Eigener Eintrag zu CBN. |
| Cannabigerolsäure (CBGA) | Säureform. 1998 als Produkt einer Hanf-Transferase und als Vorläufer des THC beschrieben [2]. Im Suchfeld taucht daneben der Begriff CBGA Öl auf. | Fellermeier und Zenk, 1998 [2]. |
| THC | Gehört zur pflanzlichen Seite derselben Familie. Der Unterschied zwischen THC und CBD wird oft genau in dieser Wortfolge getippt und ist eine eigene Frage. | Übersicht von ElSohly und Slade, 2005 [1]. |
| Anandamid und 2-AG | Körpereigen. 2-AG ist das zweite Haupt-Endocannabinoid und in der Regel das häufigere der beiden. | Eigene Einträge, dazu die Seite zum endocannabinoid system. |
| Grundlage der Auswahl | Veröffentlichte Belege und die eigene Extraktionsarbeit, in dieser Reihenfolge seit 2014: zuerst CBD, danach CBG und CBN. | Sortimentsübersicht. |
| Stand der Übersicht | Die Arbeit von 2005 ordnet die Bestandteile von Cannabis als komplexe Mischung natürlicher Cannabinoide ein [1]. Eine Zahl für einzelne Chargen folgt daraus nicht. | ElSohly und Slade, 2005 [1]. |
| Nachbarbegriffe | Vollspektrum Hanföl, CBD Isolat Öl und CO2 Extraktion stehen im Suchfeld direkt neben dieser Liste. | Jeweils eigene Seiten. |
Häufig gestellte Fragen
4 FragenWarum steht CBGA in derselben Liste wie CBG?
Kommt 2-AG in Hanf vor?
Seit wann arbeitet Cibdol mit CBG und CBN?
Was hält die Übersicht von 2005 zur Cannabinoid-Familie fest?
Über diesen Artikel
Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabinoide, CBD und die vielfältigen Vorteile der Natur. Zu seinem Hintergrund gehört eigene praktische Erfahrung im Cannabisanbau über den gesamten Zyklus vom Samen bis zur Ernte hin
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, Autor für CBD und Wohlbefinden. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 26. August 2026
Literatur (2)
- [1]ElSohly, M.A. and Slade, D. (2005). Chemical constituents of marijuana: the complex mixture of natural cannabinoids. DOI: https://doi.org/10.1016/j.lfs.2005.09.011
- [2]Fellermeier, M. and Zenk, M.H. (1998). Prenylation of olivetolate by a hemp transferase yields cannabigerolic acid, the precursor of tetrahydrocannabinol. DOI: https://doi.org/10.1016/s0014-5793(98)00450-5
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